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Russlands Verteidigungsminister beklagt Zunahme von Spannungen

·Lesedauer: 1 Min.

MOSKAU (dpa-AFX) - Der russische Verteidigungsminister Sergej Schoigu wirft den USA und der Nato vor, starke Spannungen in der Welt zu schüren. "Die Welt lädt sich massiv mit einer neuen Konfrontation auf, die viel gefährlicher ist als die zu Zeiten des Kalten Kriegs", sagte Schoigu am Mittwoch auf der neuen Moskauer Konferenz für Internationale Sicherheit (MCIS).

Im Kalten Krieg standen sich die Nato-Staaten mit den USA an der Spitze und der von der Sowjetunion angeführte kommunistische Machtblock als Feinde gegenüber. Die USA und Russland sind weiter die beiden größten Atommächte.

Geheimdienstler und Militärs beklagten bei der Konferenz in Moskau eine Zunahme der Spannungen. Der Chef des russischen Militärgeheimdienstes GRU, Igor Kostjukow, sagte, die USA würden im asiatischen Raum im Stillen Ozean inzwischen eine der Nato ähnliche Struktur aufbauen, die auch gegen China gerichtet sei.

Der Chef des russischen Generalstabs, Waleri Gerassimow, kritisierte auf dem Treffen von Verteidigungs- und Sicherheitsexperten, die USA fänden immer neue Standorte für ihr Raketenabwehrsystem. Russland sieht sich durch die Anlagen in seiner Sicherheit bedroht. Gerassimow warnte vor einem neuen Rüstungswettlauf, der durch das Raketenabwehrsystem angefacht werde. Die Anlagen seien destabilisierend für die Sicherheit in der Welt.

Gerassimow warnte auch vor einer gefährlichen Annäherung britischer und US-amerikanischer Kriegsschiffe an die russischen Grenzen. Es gebe inzwischen mehrere solcher Vorfälle, in denen die Staatsgrenzen Russland verletzt würden.

Der Generalstabschef sprach auf der Konferenz noch bevor von russischer Seite bekannt gegeben wurde, dass im Schwarzen Meer ein russischer Kampfjet Bomben abgeworfen und ein Schiff der Schwarzmeerflotte Warnschüsse abgegeben haben soll. Nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Moskau war ein britisches Schiff in russisches Hoheitsgebiet eingedrungen und hatte dann nach dem Warnfeuer abgedreht. Großbritannien dementierte diese Darstellung.

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