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ROUNDUP/Umfrage: Große Mehrheit für Verlängerung des Corona-Lockdowns

·Lesedauer: 2 Min.

BERLIN (dpa-AFX) - Eine große Mehrheit der Deutschen ist für eine Verlängerung des Lockdowns zur Eindämmung der Corona-Pandemie. In einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur sprachen sich fast zwei Drittel der Befragten dafür aus, die Einschränkungen mindestens in der bisherigen Härte über den 10. Januar hinaus fortzuführen. 41 Prozent sind für eine unveränderte Beibehaltung, weitere 24 Prozent sogar für eine Verschärfung. Dagegen befürworten nur 17 Prozent eine Lockerung des Lockdowns und nur jeder Zehnte (11 Prozent) ist für eine komplette Aufhebung aller Einschränkungen.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) berät an diesem Dienstag mit den Ministerpräsidenten der Länder über eine Verlängerung des Mitte Dezember beschlossenen harten Lockdowns mit Schließung der meisten Geschäfte, der Hotels und Gaststätten sowie der Schulen und Kitas. Nach Beginn der zweiten Corona-Welle hatten Bund und Länder zunächst mit deutlich schwächeren Maßnahmen versucht, die Infektionszahlen zu drücken. Das Gegenteil war aber der Fall, die Lage verschlechterte sich weiter, was schließlich zum harten Lockdown führte.

Da die Infektionszahlen weiterhin hoch sind, ist die Mehrheit der Ministerpräsidenten für eine Verlängerung der bestehenden Maßnahmen bis Ende Januar. Dafür tritt auch die Bundesregierung ein. Unklar ist noch, wie genau man mit den Schulen und Kitas verfahren will.

Als einzige im Bundestag vertretene Partei hat sich die AfD strikt gegen eine Verlängerung der geltenden Einschränkungen ausgesprochen. Die Wähler der Partei sind allerdings gespalten. Zwar sind 33 Prozent für eine komplette Rückkehr zur Normalität und 23 Prozent für eine Lockerung der Maßnahmen. 42 Prozent meinen allerdings, der Lockdown sollte unverändert beibehalten oder sogar verschärft werden.

Unter den Grünen-Wählern sind die Befürworter des harten Lockdowns am stärksten vertreten. 85 Prozent sind für eine Beibehaltung oder Erweiterung. Unter den Anhängern der SPD, der Linken und der FDP sind es jeweils 75 Prozent, bei den Unions-Wählern 73 Prozent.

In Ostdeutschland ist die Ablehnung des Lockdowns leicht stärker als im Westen. Dort sind 33 Prozent für eine Abschaffung oder Lockerung der Einschränkungen und 62 Prozent für eine unveränderte Beibehaltung oder Verschärfung. In den westdeutschen Bundesländern ist das Verhältnis 27 zu 66 Prozent.

Sachsen und Thüringen sind die Länder mit den derzeit höchsten Infektionszahlen im Vergleich zur Einwohnerzahl über einen Zeitraum von einer Woche. Auch in Sachsen-Anhalt und Brandenburg sind die Zahlen nach Angaben der Robert Koch-Instituts überdurchschnittlich, in Mecklenburg-Vorpommern und Berlin liegen sie dagegen unter dem Bundesdurchschnitt.