Werbung
Deutsche Märkte schließen in 47 Minuten
  • DAX

    17.807,36
    +37,34 (+0,21%)
     
  • Euro Stoxx 50

    4.933,48
    +19,35 (+0,39%)
     
  • Dow Jones 30

    38.019,25
    +265,94 (+0,70%)
     
  • Gold

    2.390,30
    +1,90 (+0,08%)
     
  • EUR/USD

    1,0662
    -0,0013 (-0,12%)
     
  • Bitcoin EUR

    59.844,95
    +2.235,18 (+3,88%)
     
  • CMC Crypto 200

    885,54
    0,00 (0,00%)
     
  • Öl (Brent)

    82,60
    -0,09 (-0,11%)
     
  • MDAX

    26.183,76
    +257,02 (+0,99%)
     
  • TecDAX

    3.207,34
    -49,72 (-1,53%)
     
  • SDAX

    13.970,45
    -27,90 (-0,20%)
     
  • Nikkei 225

    38.079,70
    +117,90 (+0,31%)
     
  • FTSE 100

    7.874,70
    +26,71 (+0,34%)
     
  • CAC 40

    8.023,10
    +41,59 (+0,52%)
     
  • Nasdaq Compositive

    15.738,38
    +55,01 (+0,35%)
     

ROUNDUP/Pistorius: 'Individueller Anwendungsfehler' führte zu Taurus-Leck

BERLIN (dpa-AFX) -Nach den ersten Untersuchungen ist ein "individueller Anwendungsfehler" verantwortlich dafür, dass das Gespräch hochrangiger Bundeswehr-Offiziere über das Waffensystem Taurus von Russland abgehört werden konnte. Das sagte Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) am Dienstag in Berlin. Der Fehler gehe auf einen Teilnehmer zurück, der von Singapur aus an dem Gespräch teilgenommen habe. Er habe sich über eine "nicht sichere Datenleitung" eingewählt, also Mobilfunk oder WLAN. Dass ein russischer Spion an dem Gespräch teilgenommen hat, ohne bemerkt worden zu sein, schloss Pistorius aus.

Der Verteidigungsminister sagte, dass disziplinarische Vorermittlungen gegen alle vier Teilnehmer des Gesprächs eingeleitet worden seien. Er betonte aber auch: "Persönliche Konsequenzen stehen derzeit nicht auf der Agenda." Er werde "niemanden meiner besten Offiziere Putins Spielen opfern", betonte Pistorius.

Am Freitag hatte Russland eine mitgeschnittene Schaltkonferenz von vier hohen Offizieren, darunter Luftwaffen-Chef Ingo Gerhartz, veröffentlicht. Darin erörterten diese Einsatzszenarien für den deutschen Marschflugkörper Taurus, falls dieser doch noch an die Ukraine geliefert werden sollte.

Kanzler Olaf Scholz (SPD) hat das zum jetzigen Zeitpunkt ausgeschlossen und sein Nein damit begründet, dass Deutschland dann in den Krieg hineingezogen werden könnte. Am Montag bekräftigte er seine Position und sagte: "Ich bin der Kanzler, und deshalb gilt das." Taurus hat eine Reichweite von 500 Kilometern und kann damit von der Ukraine aus auch Ziele in Moskau treffen.