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ROUNDUP: Indiens Premier warnt vor zweiter Welle - Infektionszahlen steigen

·Lesedauer: 2 Min.

NEU DELHI (dpa-AFX) - Indien hat innerhalb eines Tages so viele Corona-Fälle erfasst wie seit drei Monaten nicht mehr. Premierminister Narendra Modi warnte bei einem virtuellen Treffen mit Regierungschefs der Bundesstaaten am Mittwoch: "Wenn wir diese Pandemie nicht jetzt gleich stoppen, dann könnte es einen landesweiten Ausbruch geben." Jetzt würde die Krankheit in kleinere Städte vordringen, während sie bei der ersten Welle hauptsächlich in großen Städten gewütet habe. Es bestehe die Gefahr, dass sich das Coronavirus besonders auf dem Land verbreitet, wo die Gesundheitsversorgung besonders schlecht ist.

Aus den Zahlen des Gesundheitsministeriums vom Mittwoch ging hervor, dass sich in den vergangenen 24 Stunden rund 29 000 Menschen neu infiziert haben und 188 Menschen in Verbindung mit Covid-19 gestorben sind. Die Höchstwerte lagen im vergangenen Sommer bei knapp 100 000 Neuinfektionen pro Tag. Im Januar waren es dann rund 10 000.

Trotzdem scheinen in der größten Demokratie der Welt mit mehr als 1,3 Milliarden Menschen viele Menschen inzwischen das Gefühl zu haben, das Schlimmste der Pandemie sei vorbei. So werden beispielsweise Corona-Maßnahmen weniger streng befolgt. Die Impfkampagne kommt bislang relativ langsam voran, obwohl Indien selbst massenhaft Corona-Impfstoff produziert.

Eigentlich will das Land bis Sommer 300 Millionen Menschen impfen. Bislang wurden erst 35 Millionen Dosen geimpft. Die meisten von ihnen erhielten bislang erst eine Impfung. In Indien sieht die Impfreihenfolge wie folgt aus: Mitarbeiter im Gesundheitswesen werden ebenso wie Menschen in lebensnotwendigen Bereichen oder im Alter über 60 Jahren zuerst geimpft. Das gilt auch für Risikopatienten im Alter ab 45 Jahren.

Gleichzeitig hat Indien schon knapp 60 Millionen Dosen in mehr als 70 Länder exportiert - das heißt günstig verkauft oder sogar verschenkt. Oppositionspolitiker kritisierten, dass das Land dabei auf Impfstoffdiplomatie setze, statt mehr Menschen im eigenen Land zu schützen. Dazu sagte ein Sprecher des Außenministeriums am Mittwoch, dass beim Export der Impfstoffe auf die Verfügbarkeit in Indien geschaut werde.

Zurzeit kommen mehr als 80 Prozent der bekannten Fälle in Indien aus sechs Bundesstaaten des Riesenlandes. Insgesamt gibt es mehr als 11,4 Millionen Fälle. Damit liegt das Land in absoluten Zahlen auf Platz drei nach den USA und Brasilien.