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ROUNDUP/Hochrisikogebiet: Schweizer Tourismus betroffen bis gelassen

·Lesedauer: 1 Min.

BERN/BERLIN (dpa-AFX) - Der Hotelverband HotellerieSuisse bewertet es als "verheerend", dass Deutschland die Schweiz wegen hoher Corona-Infektionszahlen zum Hochrisikogebiet erklärt hat. Eine Quarantäne von zehn Tagen für Ungeimpfte würde sicher Gäste davon abhalten, Ferien in der Schweiz zu verbringen, sagte Karin Sieber, Verbandssprecherin, der Deutschen Presse-Agentur am Freitag.

Auch Maßnahmen der Schweiz selbst machten die Lage schwierig, sagte Sieber. Zwar hob die Regierung am Freitag Quarantäneauflagen für Einreisende etwa aus Großbritannien, den Niederlanden und Belgien auf. Ab Samstag müssen Einreisende aus allen Ländern, auch Geimpfte und Genesene, aber einen negativen PCR-Test vorlegen und nach der Einreise einen weiteren Test machen. Zuvor sei die Schweizer Hotellerie noch zuversichtlich gewesen, die Talsohle durchschritten zu haben, sagte Sieber. Das habe sich innerhalb von wenigen Tagen geändert.

Im Gegensatz zu anderen Ländern waren Skianlagen und Hotels in der Schweiz im vergangenen Winter offen. Durch viele Buchungen aus dem Inland war der Einbruch weniger schlimm als in den Nachbarländern.

Der Verband Schweiz Tourismus sieht die Einstufung als Hochrisikogebiet gelassener. "Alle Reisebeschränkungen sind für den Schweizer Tourismus schädlich", sagte zwar Sprecher André Aschwanden der dpa. Allerdings sei die Impfquote in Deutschland so hoch, dass immer noch viele Deutsche frei in die Schweiz einreisen könnten. "Und das wäre immer noch besser für die Branche als die Situation im letzten Winter 2020/2021 ganz ohne ausländische Gäste", sagte er.

Wer aus einem Hochrisikogebiet nach Deutschland einreist und nicht vollständig geimpft oder genesen ist, muss für zehn Tage in Quarantäne und kann sich frühestens fünf Tage nach der Einreise mit einem negativen Test davon befreien.

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