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ROUNDUP: Compugroup startet mit unerwartet viel Wachstum - Bestätigt Margenziel

KOBLENZ (dpa-AFX) -Der Softwareanbieter Compugroup DE000A288904 hat im ersten Quartal seinen Umsatz dank der fortschreitenden Digitalisierung im Gesundheitswesen und auch wegen Zukäufen unerwartet kräftig gesteigert. Lukrativer wurde das Geschäft für die auf Arztpraxen und Krankenhäuser spezialisierten Koblenzer aber kaum - die entsprechende Marge legte zum Jahresauftakt nur leicht zu. Konzernchef Michael Rauch sprach laut Mitteilung vom Mittwoch gleichwohl von einem erfolgreichen Start in das Jahr. Und er bleibt bei seinen Zielen: Das Management will die Früchte seiner jahrelangen hohen Investitionen ernten und in diesem Jahr die Profitabilität steigern.

Compugroup konnte im ersten Quartal seinen Umsatz um 16 Prozent auf 291 Millionen Euro ankurbeln, wie das im Kleinwerteindex SDax DE0009653386 notierte Unternehmen mitteilte. Aus eigener Kraft lag das Wachstum mit elf Prozent klar über den Zielen für das Gesamtjahr, dabei zogen die Erlöse über alle Geschäftsbereiche hinweg an. Den deutlichsten Umsatzsprung legte die Sparte für Datenvernetzung hin. Der Geschäftsbereich profitiert anhaltend von den aktuellen Arbeiten an der Telematik-Infrastruktur, welche die Digitalisierung im Gesundheitswesen voranbringen soll.

An der Börse ging es für die Papiere zeitweise um knapp 3 Prozent nach unten, womit die Aktie ihren seit dem bisherigen Jahreshoch Mitte April begonnenen Abschwung weiter fortsetzte. Damit war das Papier zwischenzeitlich wieder zurück auf dem Niveau von Ende März, konnte die Verluste bis zum Mittag aber eingrenzen. Seit dem Jahreswechsel kommt es zudem immerhin noch auf eine satte Bilanz von gut 30 Prozent Kursplus.

Während die Anleger Compugroup zur Wochenmitte den Rücken kehrten, fand Analyst Yannik Siering von der Investmentbank Stifel lobende Worte für das aktuelle Zahlenwerk: Er sprach von einem "durch die Bank hohem Wachstum", auch seien die Ergebnisse des Softwareanbieters besser als erwartet ausgefallen.

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Zum Jahresstart kletterte das um bestimmte Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) um rund 16 Prozent auf gut 59,9 Millionen Euro - und damit fast im gleichen Maß wie der Umsatz. Die entsprechende Marge legte daher um 0,1 Prozentpunkte auf 20,6 Prozent zu. Analysten hatten im ersten Quartal mit einer etwas höheren Profitabilität gerechnet.

Zudem musste der Konzern unter dem Strich Gewinneinbußen hinnehmen, da ein höherer Zinsaufwand und Währungsverluste negativ zu Buche schlugen. Auf die Aktionäre entfiel am Ende ein Überschuss von knapp 14,4 Millionen Euro, über ein Fünftel weniger als die 18,2 Millionen Euro vor einem Jahr.

Zu seinen Jahreszielen sieht sich der Vorstand auf Kurs. Optimistisch macht den Konzern unter anderem die Entwicklung im Geschäft mit Kliniken, wo der Auftragseingang aufgrund der Regierungsinitiative zur Modernisierung und Digitalisierung in Krankenhäusern im abgelaufenen Quartal im Vergleich weiter angestiegen sei. Hier rechnet sich Compugroup nun einen höheren Umsatz für die nächsten Jahre aus als bisher.

Der bestätigten Konzernprognose zufolge soll der gesamte Erlös von Compugroup in diesem Jahr organisch um fünf Prozent zulegen, das bereinigte Betriebsergebnis soll in einer Bandbreite von 260 bis 300 Millionen herauskommen nach 234 Millionen für 2022. Damit würde sich dieses Jahr mindestens eine bereinigte operative Marge von knapp 22 Prozent ergeben, nach 21 Prozent vergangenes Jahr.

Erst im April hatte das Unternehmen zudem die Mehrheit am Anbieter von Patientenportalen MDoc übernommen.