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ROUNDUP: Britische Notenbank hebt Leitzins erneut an

LONDON (dpa-AFX) - Die britische Notenbank hat ihre Geldpolitik wie erwartet weiter gestrafft. Der Leitzins steige um 0,25 Prozentpunkte auf 1,25 Prozent, teilte die Bank of England am Donnerstag nach der Sitzung des geldpolitischen Ausschusses MPC in London mit. Analysten hatten dies im Schritt erwartet.

Nach der fünften Zinsanhebung in der Corona-Pandemie liegt der Leitzins im Großbritannien so hoch wie zuletzt 2009. Eine erste Straffung hatten die Währungshüter Ende vergangenen Jahres vorgenommen, weitere Schritte folgten im Februar, März und Mai. Die Bank of England war die erste der großen Notenbanken, die seit Beginn der Pandemie die Leitzinsen angehoben hat. Die US-Notenbank Fed ging zuletzt allerdings energischer voran. Die Europäische Zentralbank (EZB) dürfte erst im Juli den Leitzins anheben.

Die Bank of England stellte allerdings weitere Zinsschritte in Aussicht. Man werde besonders bei Anzeichen für einen hartnäckigen Inflationsdruck aufmerksam sein und falls nötig, energisch darauf reagieren, heißt es in einer Mitteilung.

Der Inflationsdruck in Großbritannien war zuletzt noch höher als in der Eurozone. Die Jahresinflationsrate war im Mai auf 9,0 Prozent gestiegen. Das ist die höchste Rate seit Einführung des aktuellen Verbrauchpreisindex im Jahr 1997. Der Wert liegt auch klar über dem mittelfristigen Ziel der Notenbank von zwei Prozent. Die Notenbank erwartet, dass die Inflation in diesem Jahr bei 11 Prozent ihren Höhepunkt erreichen dürfte.

Erschwert wird die Politik der Notenbank durch die Schwäche der Konjunktur. So erwartet die Bank of England einen Rückgang des Bruttoinlandsprodukts im zweiten Quartal um 0,3 Prozent. Zuletzt hatte sowohl in der Industrie als auch der Dienstleistungssektors geschwächelt. Die Folgen des Kriegs in der Ukraine und der harten Corona-Politik in China treiben nicht nur die Inflation, sondern belasten auch das Wachstum. Dies macht die Geldpolitik für die Notenbank besonders schwierig.

Der geldpolitische Ausschuss war sich allerdings nicht einig. So forderten drei Mitglieder einen größeren Zinsschritt um 0,50 Prozentpunkte. Für die jetzt getroffene Entscheidung stimmten sechs Mitglieder.

Das britische Pfund geriet nach der Entscheidung zunächst unter Druck, legte dann allerdings zu Euro und Dollar zu. Die Kurse britischer Staatsanleihen und Aktien gaben merklich nach.

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