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ROUNDUP/Aktien Frankfurt Schluss: Moderate Verluste vor Fed und Nvidia-Zahlen

FRANKFURT (dpa-AFX) -Vor wichtigen Nachrichten aus den USA hat der deutsche Aktienmarkt am Mittwoch weitere Verluste verzeichnet. Der Leitindex Dax DE0008469008 schloss 0,25 Prozent tiefer bei 18 680,20 Punkten. Für den MDax DE0008467416 der mittelgroßen Werte ging es letztlich um 0,10 Prozent auf 27 146,10 Zähler nach unten.

Die Zurückhaltung der Anleger vor dem abendlichen Sitzungsprotokoll der US-Notenbank Fed sowie den nach US-Börsenschluss anstehenden Nvidia-Zahlen US67066G1040 überrasche nicht, schrieb Analyst Christian Henke vom Broker IG. Vor allem an der New Yorker Technologiebörse Nasdaq bleibe das Thema Künstliche Intelligenz (KI) der Treibstoff. Allerdings seien die Erwartungen an das KI-Vorzeigeunternehmen wohl sehr hoch.

Auch an anderen Handelsplätzen überwog die Vorsicht. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 EU0009658145 sank um 0,4 Prozent. In Paris und London ging es mit den Notierungen ebenfalls bergab. Der US-Leitindex Dow Jones Industrial US2605661048 verlor zum europäischen Handelsende geringfügig, wogegen der technologielastige Nasdaq 100 US6311011026 ein wenig zulegte.

Die Aktien von Nvidia notieren schon vor der Bekanntgabe von Quartalszahlen unweit ihres Rekordstands. Der Bericht des Unternehmens für Künstliche Intelligenz hat das Potenzial, über den Technologiesektor hinaus die Märkte deutlich zu bewegen. Die Papiere des Softwareriesen Microsoft US5949181045, der ebenfalls als wichtiger KI-Protagonist gilt, hatten bereits am Dienstag einen Rekord erreicht.

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Vom Fed-Protokoll erhoffen sich Investoren Hinweise auf den geldpolitischen Kurs in den USA. Am Markt wird erwartet, dass die Notenbank die Zinsen später anheben wird als etwa die Europäische Zentralbank (EZB), weil sich die Inflation in der größten Volkswirtschaft der Welt bislang noch hartnäckiger gezeigt hat.

Europas Autowerte EU0009658681 standen nach einem Bericht über mögliche chinesische Zölle auf Importfahrzeuge unter Verkaufsdruck. Insidern zufolge könnte China Zölle von bis zu 25 Prozent auf leistungsstarke Autos aus der Europäischen Union (EU) und den USA erheben. Unlängst hatten die Vereinigten Staaten Zölle für Elektroautos aus China drastisch erhöht, und auch in der EU stehen Zölle auf chinesische Autos zur Debatte. Die Aktien von Porsche AG DE000PAG9113 zählten mit minus 3,6 Prozent zu den größten Dax-Verlierern. BMW DE0005190003, Mercedes-Benz DE0007100000 und Volkswagen DE0007664039 büßten zwischen 0,6 und 1,7 Prozent ein.

Die Aktien von Evotec DE0005664809 gewannen nach Quartalszahlen am Ende 0,7 Prozent, nachdem sie zeitweise deutlich im Minus notiert hatten. Der Wirkstoffforscher verzeichnete einen schwächeren Jahresauftakt, bekräftigte allerdings seine Jahresziele. Der Umsatz im ersten Quartal sei besser als erwartet ausgefallen, das bereinigte operative Ergebnis aber schlechter, kommentierte ein Händler.

Der Baumarktkonzern Hornbach Holding DE0006083405 rechnet nach Rückgängen im vergangenen Geschäftsjahr für 2024/25 nur mit leichtem Aufwind. Zwar berichtete das Unternehmen von einem starken Start in die Frühjahrssaison, erwartet im weiteren Jahresverlauf wegen des schwierigen wirtschaftlichen Umfelds aber eine schwächere Umsatzentwicklung. Im abgelaufenen Geschäftsjahr fiel der Nettogewinn um 20 Prozent. Die Aktionäre sollen dennoch eine stabile Dividende erhalten. Die Hornbach-Papiere verloren im Nebenwert-Index SDax DE0009653386 1,9 Prozent.

Dagegen gaben gute Zahlen von Analog Devices US0326541051 Europas Technologiebranche EU0009658921 schon vor dem Nvidia-Bericht etwas Schwung. Der US-Halbleiterhersteller überraschte mit seinem Quartalsgewinn trotz eines Rückgangs positiv.

Der Euro EU0009652759 bewegte sich zum US-Dollar nur wenig und kostete zuletzt 1,0840 Dollar. Die EZB hatte den Referenzkurs zuvor auf 1,0830 Dollar festgesetzt.

Am Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite von 2,57 Prozent am Vortag auf 2,59 Prozent. Der Rentenindex Rex DE0008469107 fiel um 0,12 Prozent auf 124,14 Punkte. Der Bund-Future DE0009652644 verlor 0,22 Prozent auf 130,49 Zähler./gl/he

--- Von Gerold Löhle, dpa-AFX ---