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ROUNDUP 3: Brände wüten weiter in Griechenland, Spanien und den USA

(Neu: neue Aufmachung, neue Informationen zu Griechenland)

BERLIN (dpa-AFX) - Auch zum Wochenstart kämpfen Einsatzkräfte in mehreren Urlaubsländern gegen Flammen. Die Trockenheit hat von Kalifornien über Spanien bis Griechenland teils verheerende Folgen.

Ein Ende der Brände in Griechenland ist nicht abzusehen. Für Montag hat die Feuerwehr für Teile Mittelgriechenlands die zweithöchste Warnstufe ausgegeben - das Waldbrandrisiko gilt dort als "sehr hoch". Betroffen sind unter anderem die Hauptstadt Athen und Umgebung sowie die Insel Euböa. Doch auch im Rest des Landes ist die Gefahr "hoch". In der vergangenen Woche registrierte die Feuerwehr täglich mehr als hundert Brandherde. Die Trockenheit dauert Meteorologen zufolge an, die Temperaturen sollen weiterhin sehr hoch bleiben und örtlich auf bis zu 40 Grad steigen. In manchen Gegenden kommt starker Wind hinzu, der Brandherde anheizt - so etwa auf der Insel Lesbos, wo am Wochenende im Südteil der Insel Ortschaften evakuiert wurden. Dort sollen bereits Tausende Hektar Fläche verbrannt sein, berichtete die Tageszeitung "Kathimerini".

In Spanien entspannte sich die Lage, doch die Serie der Waldbrände geht weiter. Sorgen bereitete vor allem ein Feuer auf Teneriffa. Auf der beliebten Kanaren-Insel haben die Flammen bisher mehr als 24 Quadratkilometer zerstört, wie der Regionalpräsident Ángel Víctor Torres am Sonntagnachmittag sagte. Im betroffenen Gebiet im Norden der Insel hatte man am Samstag fast 600 Bewohner von La Guancha und von vier weiteren Gemeinden gerettet. 2022 ist für Spanien bereits jetzt das verheerendste Waldbrand-Jahr seit Beginn der Erfassungen.

Obwohl eine besonders lange und intensive Hitzewelle erst vor einigen Tagen zu Ende gegangen ist, machen extrem hohe Temperaturen den Spaniern und Touristen im Land weiter zu schaffen. In Andalusien im Süden Spaniens wurden am Sonntag bis zu 44 Grad registriert, auf Mallorca kletterte die Quecksilbersäule auf bis zu 37 Grad. Für Montag werden für das Zentrum und den Nordosten der bei Deutschen so beliebten Insel bis zu 40 Grad erwartet. Am Ballermann an der Playa de Palma sollte es aber "nur" 34 Grad warm werden.

Für die Brände an Frankreichs Atlantikküste gibt es derweil teilweise Entwarnung: Das Feuer in La Teste-de-Buch gilt als gelöscht. Alle Bewohner durften am Wochenende in ihre Häuser zurückkehren, wie die zuständige Präfektur mitteilte. Der Brand in Landiras hingegen ist zwar unter Kontrolle. Es gebe aber noch rund 30 aktive Brandherde und es bestehe die Gefahr, dass das Feuer wieder aufflamme, hieß es.

Jenseits des Atlantiks in den USA bedroht in Kalifornien ein sich rasch ausbreitendes Feuer auch den berühmten US-Nationalpark Yosemite. Gouverneur Gavin Newsom verhängte den Notstand in dem betroffenen Gebiet. Das sogenannte Oak Fire, das auf mehr als 63 Quadratkilometern wütete, zerstörte zehn Gebäude und beschädigte fünf weitere, wie die zuständige Behörde Cal Fire mitteilte. Knapp 2700 Häuser seien von dem Brand bedroht, der aus noch unbekannten Gründen am Freitagnachmittag ausgebrochen war.

Auch in Deutschland rücken Einsatzkräfte in diesen Tagen immer wieder wegen Bränden aus. Weiterhin fehlt nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) flächendeckender Regen. Daran ändern auch die Schauer und Gewitter nichts, die in der Nacht zum Dienstag von Nordwesten her kommen sollen. Zuvor wird es in weiten Teilen Deutschlands wieder heiß: Der DWD erwartet am Montag Temperaturen zwischen 31 und 36 Grad. Am Dienstag ist es dann kühler. Für den Rest der Woche erwartet der DWD sommerlich warmes Wetter.

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