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Quandt-Erbin Susanne Klatten: So investiert die reichste Frau Deutschlands ihre Milliarden

Susanne Klatten unterstützt mit der Unternehmertum GmbH junge Gründerinnen und Gründer. - Copyright: picture alliance / Getty Images
Susanne Klatten unterstützt mit der Unternehmertum GmbH junge Gründerinnen und Gründer. - Copyright: picture alliance / Getty Images

Über Geld spricht man nicht – zumindest in Deutschland. Superreiche treten hier eher selten öffentlich in Erscheinung. Viele der rund 200 deutschen Milliardärinnen und Milliardäre führen privat ein mehr oder weniger bürgerliches Leben. Eine von ihnen ist Susanne Klatten. In einem ihrer seltenen Interviews hat die reichste Frau Deutschlands nun mit der "Süddeutschen Zeitung" darüber gesprochen, wie sie ihr Geld investiert.

Reichste Frau Deutschlands: Wer ist Susanne Klatten?

Mit einem geschätzten Vermögen von über 21 Milliarden Euro ist Susanne Klatten nicht nur die reichste Frau Deutschlands, sie und ihr Bruder Stefan Quandt belegen außerdem den ersten Platz der aktuellen Reichenliste des "Manager Magazins". Gemeinsam verfügen sie über schätzungsweise 40,5 Milliarden Euro. Damit sind sie noch vermögender als der Lidl-Gründer Dieter Schwarz. Der Reichtum der Geschwister kommt aber bekanntermaßen nicht von ungefähr. Als Quandt-Erben wurden die beiden gewissermaßen in das Unternehmertum hineingeboren.

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Heute hat Susanne Klatten nicht nur große Anteile an BMW, über ihre Beteiligungsgesellschaft SKion besitzt sie zudem den Chemiekonzern Altana AG und ist an weiteren Unternehmen beteiligt. Daneben investiert die Unternehmerin in verschiedene Firmen. Von Startups bis zu Familienunternehmen – die Liste ist lang. Wie Klatten im Gespräch mit der "Süddeutschen Zeitung" erzählt, gab es eine Phase, die ihren unternehmerischen Werdegang besonders geprägt hat. Im Jahr 2006 verkaufte sie die Pharmasparte der Altana und gründete SKion. Im Zuge dieser Entwicklung habe sich dann die Frage gestellt, in welche Geschäftsfelder die neue Gesellschaft zukünftig investieren soll. Klatten fand darauf eine klare Antwort.

"Ich investiere nur in innovative Unternehmen"

Als Unternehmerin, so sagte die Hessin der "SZ", setze sie auf werthaltige Investitionen. Damit sind Anlagen mit einer soliden finanziellen Basis gemeint, die langfristiges Wachstum versprechen. Auch die Aspekte Innovation und Nachhaltigkeit spielen für sie dabei eine wichtige Rolle: "Ich investiere nur in innovative Unternehmen, denn ich möchte, dass es diese morgen noch gibt." In ihrer Position habe sie die Pflicht, sich um die Zukunft zu kümmern, findet Klatten. Das schließt sowohl Kunden als auch Mitarbeiter ein.

Ihre Ausgangslage als Milliardenerbin habe ihr dabei erlaubt, sich ihren eigenen Interessen zu widmen: "Ich merkte, dass ich Freude an Transformation habe". Themen wie Wasser und innovative Werkstoffe lägen ihr dabei besonders am Herzen. Sich für eine Sache zu begeistern, das gehöre für sie zum Unternehmer-Dasein dazu. Dennoch sei es gut, andere in die Investitionsentscheidung einzubinden und so das eigene Bauchgefühl zu überprüfen. "Begeisterung ist ein schönes Gefühl, aber man muss sich eine gewisse Nüchternheit bewahren." Wenn eine Idee – trotz aller anfänglichen Euphorie – scheitert, dann müsse man auch bereit dazu sein, sie aufzugeben.

Mit UnternehmerTUM hat sich die BMW-Erbin außerdem der Startup-Förderung verschrieben. In Zusammenarbeit mit der 2002 gegründeten gemeinnützigen GmbH entsteht, so Klatten in der "SZ", jede Woche ein skalierbares Hightech-Startup. Wie das "Manager Magazin" berichtet, haben sich andere deutsche Milliardäre UnternehmerTUM bereits zum Vorbild genommen. In seiner 20-jährigen Geschichte hat das Zentrum für Gründung und Innovation einige Topunternehmen hervorgebracht. Dazu zählen Firmen wie der Verkehrsanbieter Flix oder das KI-Startup Konux.

skö