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Projektverzögerung und hohe Kosten: Batteriehersteller Varta senkt Jahresziele

ELLWANGEN (dpa-AFX) - Der Batteriehersteller Varta <DE000A0TGJ55> schraubt seine Jahresziele wegen trüberer Konjunkturaussichten und hoher Rohstoff-, Energie- und Transportkosten zurück. Der Umsatz dürfte 2022 nun 880 bis 920 Millionen Euro erreichen, statt der bisher erwarteten 950 Millionen bis 1 Milliarde, teilte das Unternehmen am Samstag mit. Beim bereinigten operativen Ergebnis (Ebitda) dürfte es 200 bis 225 Millionen Euro werden. Hier wurden bislang 260 bis 280 Millionen Euro angestrebt. Kundenprojekte verzögerten sich, hieß es.

Das Unternehmen hatte bereits zum Jahresstart mit einer Nachfrageschwäche bei den sonst so wachstumsstarken Lithium-Ionen-Knopfzellen zu ringen. Weil unter anderem bei den Kunden Teile fehlten, um etwa kabellose Kopfhörer fertigzustellen, hakte es auch beim einst boomenden Hauptgeschäft der Ellwanger. Die zu dem Zeitpunkt noch gute Nachfrage nach Haushaltsbatterien und das Wachstum bei Energiespeichern hatte das nicht aufwiegen können.

Der Druck aufs Geschäft scheint zuletzt angedauert zu haben. So kann das Unternehmen höhere Kosten nur mit Verzögerung auf Kunden umlegen. Im ersten Halbjahr fiel der Umsatz den Angaben zufolge auf Basis vorläufiger Zahlen um gut 5 Prozent auf 376,8 Millionen Euro und das bereinigte operative Ergebnis brach um fast 40 Prozent auf 68,9 Millionen Euro ein. Damit blieb das Unternehmen unter den eigenen Zielen. Die endgültigen Resultate sollen am 11. August folgen.

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