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Wie ihr aus der privaten in die gesetzliche Krankenversicherung zurückkehrt

Die Beiträge in der gesetzlichen Krankenversicherung sind im Alter niedriger als in der privaten Krankenversicherung. - Copyright: picture alliance/Kontributor/Getty Images
Die Beiträge in der gesetzlichen Krankenversicherung sind im Alter niedriger als in der privaten Krankenversicherung. - Copyright: picture alliance/Kontributor/Getty Images

Lieber bessere Leistungen oder lieber niedrigere Beiträge? Die Frage, ob eine gesetzliche oder eine private Krankenversicherung für euch mehr Vorteile bringt, ist gar nicht so einfach zu beantworten.

Was sind die Vor- und Nachteile der gesetzlichen und privaten Krankenversicherung?

Wie die Verbraucherzentrale schreibt, gibt es vor allem zwei Aspekte, die ihr bei der Wahl der Krankenversicherung betrachten müsst:

Die Beiträge im Vergleich:

Wer in der privaten Krankenversicherung (PKV) versichert ist, muss mit ständig steigenden Beiträgen rechnen. Wer also im Alter nur eine geringe Rente zur Verfügung hat, sollte eher die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) wählen, da sich diese am Einkommen orientiert.

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Obwohl die Beträge auch in der GKV steigen (in der Vergangenheit ein bis drei Prozent), sind sie für Menschen im Alter meist niedriger als in der PKV. Für eine grobe Berechnung hat die Stiftung Warentest 2019 folgende Faustformel formuliert: Wenn ihr mit 35 Jahren in die PKV eintretet, werden sich eure Beiträge bis zum Rentenalter verdreifachen.

Die Leistungen im Vergleich:

Privatversicherte haben in einigen Bereichen erweiterte Leistungen. Das betrifft vor allem die Behandlung im Krankenhaus, zahnärztliche Leistungen und Krankengymnastik. In der GKV ist das Leistungsniveau ebenfalls gut, manche Leistungen wie stationäre Rehabilitation oder Psychotherapie werden bezahlt.

Wenn ihr also noch arbeitet, müsst ihr euch entscheiden, ob ihr lieber jetzt niedrigere Beiträge in der PKV bezahlt oder im Alter niedrigere Beiträge in der GKV.

Wie kann man in die gesetzliche Krankenversicherung zurückkehren?

Freiwillige Mitglieder können jederzeit von der GKV in die PKV wechseln. Der Wechsel in die andere Richtung ist aber nicht immer möglich. Auf Basis der Empfehlungen der Verbraucherzentrale zeigen wir euch hier, wann ein Wechsel möglich ist:

Als Angestellter:

Um als Angestellter von der PKV in die GKV zu wechseln, müssen zwei Bedingungen gegeben sein.

  1. Ihr müsst unter 55 Jahre alt sein

  2. Euer Gehalt übersteigt den Grenzwert nicht. Der Grenzwert liegt 2023 bei 66.000 Euro brutto. Ausnahme: Wenn ihr bereits am 31. Dezember 2022 als Angestellter privat versichert wart, gilt die Grenze von 59.850 Euro brutto.

Es gibt einige Möglichkeiten, wie ihr euer Jahresgehalt senken könnt:

  1. Ihr könnt mit eurem Arbeitgeber eine befristete Teilzeitvereinbarung abschließen. Damit reduziert ihr eure Arbeitszeit so weit, dass euer Gehalt unter den Grenzwert fällt. Dieses Gesetz gilt nur für Betriebe, in denen mehr als 45 Arbeitnehmer regelmäßig arbeiten.

  2. Falls ihr ein Arbeitszeitkonto habt, auf dem ihr geleistete Arbeit für die Zukunft gutschreiben lassen könnt, ist dies eine weitere Möglichkeit.

  3. Mit einer Entgeltumwandlung könnt ihr euer Gehalt ebenfalls reduzieren. Dabei lasst ihr Teile eures Gehalts (in 2023 bis zu 3504 Euro jährlich) in die betriebliche Altersvorsorge fließen.

Als Selbstständiger:

Als Selbstständiger habt ihr keinen Anspruch auf eine Rückkehr in die GKV. Dies ändert sich, wenn die Versicherungspflicht wieder auf euch zutrifft. Beispiele für einen solchen Fall sind, wenn ihr einen Arbeitsvertrag unterschriebt, eure Selbstständigkeit aufgebt oder diese nur noch nebenberuflich ausführt. Die Altersgrenze von 55 Jahren gilt auch hier. Es ist möglich, dass ihr eure Selbstständigkeit wieder voll beruflich ausführt, nachdem ihr in die GKV aufgenommen wurdet.

Eine Selbstständigkeit gilt als nebenberuflich wenn:

  1. Ihr keine Angestellten habt, deren Gehalt über der Minijob-Grenze (520 Euro) liegt.

  2. Ihr als Angestellte mindestens so viel verdient, wie euer Gewinn aus der Selbstständigkeit hoch ist. Der Gewinn darf nicht mehr als 20 Prozent über eurem Gehalt liegen. Das Gehalt sollte außerdem über 1697,50 Euro betragen.

  3. Ihr müsst mehr als 20 Stunden pro Woche als Angestellter arbeiten.

Über die Familienversicherung:

Falls euer Ehepartner in der GKV ist, könnt ihr über seine oder ihre Kasse Mitglied werden. Hier gilt keine Altersgrenze, ihr dürft jedoch maximal einen Minijob (520 Euro) ausführen oder ein Gesamteinkommen von höchstens 485 Euro haben. Wenn ihr schon in Rente seid, könnt ihr mit der Flexirente eure Rente reduzieren, um über die Familienversicherung in die GKV einzutreten.

Weitere Möglichkeiten:

Wenn ihr Arbeitslosengeld I bezieht und unter 55 Jahre alt seid, entsteht dadurch eine Versicherungspflicht in der GKV.

Ihr könnt über das EU-Ausland in die GKV eintreten. Dafür müsst ihr im EU-Ausland Mitglied der dortigen GKV werden. Mit dem entsprechenden Nachweis könnt ihr dann in die deutsche GKV eintreten. Hier gilt keine Altersgrenze.

Laut Verbraucherzentrale kann die PKV im Alter zur Kostenfalle werden, wenn ihr nur ein kleines Finanzpolster habt. Lasst euch also am besten unabhängig beraten.

aeh