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Priester vor Kirche in Lyon durch Schüsse verletzt

·Lesedauer: 1 Min.

In Lyon wurde auf einen griechisch orthodoxen Priester geschossen. Ein Verdächtiger ist mittlerweile in Polizeigewahrsam genommen worden.

Der Vorfall ereignete sich nur wenige Tage nachdem ein vermutlicher Terrorist in Nizza drei Menschen mit einem Messer tödlich angegriffen hat. Foto: dpa
Der Vorfall ereignete sich nur wenige Tage nachdem ein vermutlicher Terrorist in Nizza drei Menschen mit einem Messer tödlich angegriffen hat. Foto: dpa

Nach den Schüssen auf einen orthodoxen Priester in Lyon haben französische Sicherheitskräfte einen Verdächtigen in Polizeigewahrsam genommen. Der Festgenommene könnte den Beschreibungen von Zeugen entsprechen, wie die französische Nachrichtenagentur AFP am Samstag den Staatsanwalt von Lyon, Nicolas Jacquet, zitierte.

Bei dem Angriff am Samstag gegen 16.00 Uhr wurde der griechische Priester von zwei Schüssen vor seiner Kirche in der Stadt im Südosten Frankreichs lebensgefährlich verletzt. Nach ersten Informationen hatte der Täter ein Jagdgewehr bei sich. Der Verdächtige trug bei der Festnahme keine Waffe.

Der 52-jährige Priester sei laut AFP an der Leber verletzt worden. Der Staatsanwalt von Lyon hat eine Untersuchung wegen versuchten Mordes eingeleitet. Bislang wurden die Ermittlungen nicht von den Anti-Terror-Fahndern der französischen Staatsanwaltschaft übernommen.

Am Donnerstag hatte ein Mann in Nizza in einer Kirche eine Frau enthauptet und zwei weitere Menschen getötet. Die französische Regierung geht von einem islamistischen Motiv aus. Der Angriff in Nizza ereignete sich knapp zwei Wochen nach der Enthauptung eines Lehrers. Der 47-jährige Samuel Paty war in einem Pariser Vorort von einem mutmaßlichen Islamisten tschetschenischer Herkunft auf offener Straße getötet worden. Im Unterricht zum Thema Meinungsfreiheit hatte der Lehrer umstrittene Mohammed-Karikaturen gezeigt.

Frankreichs Präsident Francois Macron hatte angekündigt, verstärkt gegen den konservativen Islam vorzugehen, der die Werte Frankreichs zu untergraben drohe. Die Mohammed-Karikaturen, die manchen Muslimen als Blasphemie gelten, sollen Macron zufolge im Zuge der Meinungsfreiheit nach wie vor veröffentlicht werden dürfen. In mehreren muslimischen Ländern war es daraufhin zu Massenprotesten gekommen.