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Presse: Japans Notenbank könnte geldpolitische Strategie anpassen

·Lesedauer: 2 Min.

TOKIO (dpa-AFX) - Die japanische Notenbank könnte einem Pressebericht zufolge vor einigen Änderungen in ihrer geldpolitischen Strategie stehen. So erwäge die Zentralbank eine Ausweitung des Zinsbandes, um das der von ihr anvisierte Zins zehnjähriger Staatsanleihen schwanken darf, berichtete die japanische Tageszeitung "Nikkei" am Donnerstag ohne Nennung von Quellen. Die Bank of Japan will an diesem Freitag Entscheidungen bekanntgeben.

Laut dem Blatt könnte das Schwankungsband von derzeit 0,2 auf 0,25 Prozentpunkte ausgeweitet werden. Die Änderung klingt nach wenig, könnte jedoch aufgrund der großen Marktmacht der Bank of Japan erhebliche Folgen haben. Der Zielwert für die Zehnjahresrendite von null Prozent dürfte laut "Nikkei" ebenso beibehalten werden wie der Kurzfristzins, der derzeit minus 0,1 Prozent beträgt.

Darüber hinaus erwäge die Zentralbank, ihr Kaufziel für börsengehandelte Aktienfonds (ETF) fallen zu lassen. Stattdessen könnte zugesagt werden, am Aktienmarkt nur noch im Falle starker Kurschwankungen einzugreifen. Derzeit verspricht die Notenbank, pro Jahr für sechs Billionen Yen (etwa 46 Milliarden Euro) ETF zu kaufen. Im Zuge ihrer Strategie ist die Notenbank nicht nur zum größten Einzeleigner japanischer Staatsanleihen geworden, sondern auch zum größten Eigner am Aktienmarkt.

Die japanische Zentralbank hatte auf ihrer jüngsten Sitzung im Dezember für März eine umfassende Überprüfung ihrer geldpolitischen Strategie angekündigt. Ein Grund sind die erheblichen Belastungen des Bankensektors, die mit der extremen Geldpolitik einhergehen. Die japanischen Banken leiden wie die Geldhäuser in vielen anderen Ländern schon seit längerem unter dem extrem niedrigen Zinsniveau und der flachen Zinsstrukturkurve. Letzteres erschwert den Banken ihr klassisches Einlagen- und Kreditgeschäft.

An den japanischen Finanzmärkten sorgte der Zeitungsbericht für deutliche Bewegung. Japanische Staatsanleihen gerieten unter Druck und der Aktienmarkt dämmte die Kursgewinne ein. Der japanische Yen stieg dagegen an. Offenbar wurden die möglichen Änderungen als Schritt in Richtung einer etwas strafferen Geldpolitik gewertet.