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Aktien Frankfurt: Dax verliert nahe Rekordhoch an Schwung

FRANKFURT (dpa-AFX) -Nah am Rekordhoch ist dem Dax DE0008469008 am Mittwoch der Schwung abhandengekommen. An einem erneuten Höhepunkt der laufenden Berichtssaison hatte sich der Leitindex bis auf 25 Punkte der Bestmarke von 18 567 Punkten genähert, dann aber bekamen die Anleger Höhenangst. Laut dem Marktbeobachter Jürgen Molnar vom Broker RoboMarkets hat sich der Leitindex nach mehreren Gewinntagen eine Pause verdient, bevor er die noch verbleibenden Punkte bis zum Gipfel zurücklegt.

Zuletzt lag der Dax, der in der Spitze 0,6 Prozent gewonnen hatte, nur noch mit 0,07 Prozent im Plus bei 18 441,05 Zählern. Mit 26 730,31 Punkten war der MDax DE0008467416 zeitgleich knapp mit 0,09 Prozent ins Minus abgerutscht. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 EU0009658145 verblieb mit 0,2 Prozent in der Gewinnzone.

Vor allem positiv aufgenommene Zahlen von Siemens Energy DE000ENER6Y0 sorgten im Dax für Aufmerksamkeit. Die Aktien sprangen um zehn Prozent hoch, weil der Energietechnik-Konzern nach einem starken zweiten Geschäftsquartal seine Jahresprognose erhöhte und damit nach zahlreichen Gewinnwarnungen wieder bessere Nachrichten sendete. Experten lobten vor allem das Ziel, dass das Unternehmen jetzt im Gesamtjahr mit einem positiven Zufluss von Barmitteln rechnet. Für das Sorgenkind, die Windkrafttochter Gamesa, steht außerdem der Sanierungsplan.

Positive Reaktionen gab es zudem auf die Resultate von Munich Re DE0008430026 und Henkel DE0006048432, wie Kursanstiege bei den beiden Aktien um mindestens 2,5 Prozent zeigten. Bei Henkel honorierten die Anleger die Bestätigung der vorab veröffentlichten Quartalszahlen. Laut dem DZ-Bank-Experten Thorsten Wenzel ist bei Munich Re die Schaden-Kosten-Quote im Bereich der Schaden- und Unfallrückversicherungen exzellent ausgefallen.

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Dagegen stießen die Zahlen von BMW DE0005190003 am Markt mit minus 5,7 Prozent auf ein sehr negatives Echo. Vor allem die überraschend schwache Profitabilität drückte auf die Stimmung - nicht nur beim Münchener Autobauer, sondern in der gesamten Branche. Auch der Autozulieferer Continental DE0005439004 trug nach Zahlen mit einem Kursrückgang um 2,4 Prozent zur schlechteren Stimmung bei.

Im MDax waren die Aktien von Jenoptik DE000A2NB601, Knorr-Bremse DE000KBX1006 und Puma DE0006969603 nach Zahlen mit Kursgewinnen zwischen drei und neun Prozent gefragt. Vor allem Jenoptik überzeugte mit einem Gewinnsprung im Auftaktquartal. Baader-Bank-Experte Peter Rothenaicher sprach von einer überraschend starken operativen Profitabilität des Technologieunternehmens.

Mit SMA Solar DE000A0DJ6J9 und Bechtle DE0005158703, die um zehn beziehungsweise 4,3 Prozent sanken, gab es aber auch zwei große MDax-Verlierer. Beim Wechselrichter-Hersteller SMA bremste die schleppende Nachfrage als Folge voller Kundenlager das Wachstum. Auch der IT-Dienstleister Bechtle bekam im ersten Quartal die Zurückhaltung seiner Kunden zu spüren.

Im Nebenwerte-Index SDax DE0009653386 brannten die Titel von Auto1 DE000A2LQ884 mit einem Kursanstieg um ein Viertel ein Kursfeuerwerk ab, nachdem der Gebrauchtwagenhändler seine Gewinnprognose erhöht hatte. Dahinter ging es für die Aktien von Borussia Dortmund DE0005493092 nach dem Einzug ins Champions-League-Finale um fast acht Prozent hoch. Laut einem Händler fließen damit 15,5 Millionen Euro auf das Konto des Fußballclubs.

Dagegen büßte das SDax-Schlusslicht SAF-Holland DE000SAFH001 etwa neun Prozent an Wert ein. Ein Börsianer erklärte dies mit Gewinnmitnahmen, ausgelöst durch enttäuschte Erwartungen an das Nordamerika-Geschäft des Nutzfahrzeugzulieferers.

Für den Euro EU0009652759 wurden zuletzt 1,0742 US-Dollar gezahlt und damit etwas weniger als am Vortag. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Dienstag auf 1,0766 Dollar festgelegt.

Am Anleihemarkt verharrte die Umlaufrendite deutscher Papiere bei 2,49 Prozent. Der Rentenindex Rex DE0008469107 fiel um 0,03 Prozent auf 124,66 Punkte. Der Bund-Future DE0009652644 gab zuletzt um 0,19 Prozent auf 131,42 Punkte nach./tih/stk

--- Von Timo Hausdorf, dpa-AFX ---