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Peter Altmaier will über die K-Frage erst im April oder Mai entscheiden

·Lesedauer: 2 Min.

Der Wirtschaftsminister will mit der Nominierung des Kanzlerkandidaten noch warten. Über den Zeitpunkt herrscht in der Union auch wegen der Corona-Pandemie Uneinigkeit.

Der Wirtschaftsminister sieht die Union gerade vor anderen Sorgen als den Kanzlerkandidaten zu bestimmen. Foto: dpa
Der Wirtschaftsminister sieht die Union gerade vor anderen Sorgen als den Kanzlerkandidaten zu bestimmen. Foto: dpa

Wirtschaftsminister Peter Altmaier sieht keinen Zeitdruck bei der Entscheidung der Union über die Kanzlerkandidatur und hält das Frühjahr für ausreichend. „Es gibt keinerlei Notwendigkeit, die Nominierung unseres Kanzlerkandidaten überstürzt vorzunehmen“, sagte er den Zeitungen der Funke-Mediengruppe.

„Wir sollten uns in den nächsten Monaten auf das konzentrieren, was Vorrang hat: Gesundheit und wirtschaftlicher Aufschwung. Die Entscheidung über die Kanzlerkandidatur kommt im April oder Mai noch früh genug.“

Über den Zeitpunkt herrscht in der Union auch angesichts der Corona-Pandemie Uneinigkeit. Einige dringen auf eine schnelle Entscheidung rund um die derzeit noch für Dezember geplante Kür des neuen CDU-Vorsitzenden, aber auch über Januar 2021 wurde schon diskutiert, CSU-Chef Markus Söder hat den März ins Spiel gebracht. Der bayerische Ministerpräsident hat derzeit die besten Umfragewerte der infrage kommenden Kandidaten.

Die große Mehrheit der Bürger habe gerade andere Sorgen als die Aufstellung von Kanzlerkandidaten, sagte Altmaier. „Die sehr frühe Nominierung von Olaf Scholz als SPD-Bewerber hat die Sozialdemokraten ebenfalls nicht vorangebracht.“ Die Bürger hätten die Erwartung, „dass wir jetzt nicht über parteipolitische Interessen und Gegensätze nachdenken, sondern über die Frage, wie wir gemeinsam die Coronakrise bewältigen und die Wirtschaft wieder ankurbeln können“.

Zur Diskussion über eine Verschiebung des für den 4. Dezember geplanten CDU-Parteitags mit der Wahl des neuen Vorsitzenden sagte Altmaier: Die Entscheidung, ob ein Parteitag stattfinden solle, könne sich „nur an einer Frage ausrichten: dem Pandemiegeschehen in Deutschland“. Im Augenblick seien die Zahlen „viel zu hoch“, erklärte er. „Nirgendwo in der Republik finden größere Veranstaltungen statt.“ Am Montag will die CDU-Spitze eine Entscheidung darüber treffen.