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"Wir nutzen keine Taktiken aus dem vergangenen Jahrhundert": Selenskyj-Berater erklärt, wie die Ukraine Russland im Krieg zermürben will

Eine ukrainische Soldatin reinigt ihre Waffe an der Front im Donbass. Seit Beginn des Monats unternehmen die ukrainischen Streitkräfte eine Gegenoffensive gegen die Invasoren aus Russland.  - Copyright: Metin Aktas/Anadolu Agency via Getty Images
Eine ukrainische Soldatin reinigt ihre Waffe an der Front im Donbass. Seit Beginn des Monats unternehmen die ukrainischen Streitkräfte eine Gegenoffensive gegen die Invasoren aus Russland. - Copyright: Metin Aktas/Anadolu Agency via Getty Images

Seit Anfang August sind die ukrainischen Streitkräfte im Krieg gegen die Invasoren aus Russland in die Gegenoffensive gegangen. Explosionen auf russischen Stützpunkten und Lager auf der Krim zeigen, dass es dabei erste Erfolge gibt.

Mykhailo Podolyak, einer der engsten Berater des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj, hat nun in einem Interview mit dem britischen "Guardian" erklärt, welche Ziele die Ukraine bei ihrer Gegenoffensive verfolgt – und mit welcher Strategie sie diese "in den kommenden zwei, drei Monaten" erreichen will.

"Unsere Strategie ist es, ihre Logistik zu zerstören, ihre Lieferketten, Munitionsdepots und andere Objekte der militärischen Infrastruktur", sagte Podolyak. "Das wird Chaos in ihren Reihen schaffen." Ziel der Ukraine ist es dabei auch, die von Russland besetzte Stadt Kherson in der Ost-Ukraine von der Versorgung der russischen Streitkräfte abzuschneiden.

Anders als Russland wolle die Ukraine dabei nicht auf schwere Artillerie und Massenzerstörung setzen, sagte Podolyak. "Russland hat jedem Glauben gemacht, dass eine Gegenoffensive massiv viel Feuerkraft braucht, wie eine große Faust, die in nur eine Richtung schlägt", sagte er. Die ukrainische Gegenoffensive sähe sehr anders aus: "Wir nutzen keine Taktiken aus den 60er und 70ern, aus dem vergangenen Jahrhundert."

Ukraine will dafür sorgen, "dass die Russen wieder wie in den ersten Monaten des Krieges kämpfen"

Podolyak hofft, dass es der Ukraine mit ihrer Guerilla-Taktik gelingen kann, die Stärke der russischen Armee durch "einen Mangel an Nachschub und Munition" zu brechen. Ziel sei es, dafür zu sorgen, "dass die Russen wieder wie in den ersten Monaten des Krieges kämpfen".

In diesen hatten die russischen Streitkräfte mit vielen logistischen Problemen zu kämpfen. Ganze Kolonnen von Panzern mussten etwa aufgegeben werden, weil sie nicht mit Benzin versorgt werden konnten. Auch kamen die russischen Truppen aufgrund des Treibstoffmangels kaum voran. Die Invasion der ukrainischen Hauptstadt Kiew scheiterte auch aufgrund dieser Logistikprobleme.

Damit die aktuelle Gegenoffensive der Ukraine gegen Russland nicht scheitert, fordert Podolyak mehr Waffenlieferungen an sein Land. Bis zu 80 Mehrfachraketenwerfer mehr brauche die Ukraine zusätzlich zu ihren bisherigen 20, von denen ein Großteil von den USA geliefert wurden.

jg