Werbung
Deutsche Märkte geschlossen
  • Nikkei 225

    38.079,70
    +117,90 (+0,31%)
     
  • Dow Jones 30

    37.775,38
    +22,07 (+0,06%)
     
  • Bitcoin EUR

    59.623,82
    +1.995,76 (+3,46%)
     
  • CMC Crypto 200

    885,54
    0,00 (0,00%)
     
  • Nasdaq Compositive

    15.601,50
    -81,87 (-0,52%)
     
  • S&P 500

    5.011,12
    -11,09 (-0,22%)
     

„Noch nie so viele VW-Currywürste verspeist“: Volkswagen erreicht ungeahnten Absatzrekord

VW kann einen Absatzrekord verzeichnen – und zwar zu seiner beliebten Currywurst. Das gab der Autohersteller in einer Mitteilung bekannt. - Copyright: picture alliance / dpa | Julian Stratenschulte
VW kann einen Absatzrekord verzeichnen – und zwar zu seiner beliebten Currywurst. Das gab der Autohersteller in einer Mitteilung bekannt. - Copyright: picture alliance / dpa | Julian Stratenschulte

Absatzrekord inmitten der allgemeinen Autoflaute: Das Wolfsburger Unternehmen Volkswagen hat im abgelaufenen Geschäftsjahr 8,33 Millionen Einheiten verkauft und somit die bisherige Bestmarke aus dem Jahr 2019 klar übertroffen. Diese lag bei rund sieben Millionen Stück.

Aber keine Neuwagen, sondern Currywürste. Diese stellt der Autobauer für seine Betriebsrestaurants selbst her. Erkennungsmarke: die Aufschrift "Volkswagen Orginalteil"

Business Insider wurde jetzt eine VW-Mitteilung zugespielt, über die der Betriebsrat des Autokonzerns seine Beschäftigten am Freitag brühfrisch über die reißende Nachfrage rund um die beliebte VW-Currywurst informiert. Auf Anfrage der Redaktion bestätigte ein Sprecher der Arbeitnehmervertretung die Echtheit des Berichts.

VW schafft Absatzrekord mit Currywürsten

„Die legendäre VW-Currywurst hat dank ihrer Erweiterung um eine Hotdog-Variante einen neuen Verkaufs-Rekord erzielt“, heißt es in dem Dokument. „Zwar lag der Absatz des beliebten ‚Volkswagen Originalteils’ bei der klassischen Currywurst-Version im vergangenen Jahr erneut bei rund 6,4 Millionen Stück“.

WERBUNG

Dieses Niveau halte man seit 2020 konstant. „Zählt man allerdings die junge, im Einzelhandel erhältliche Hotdog-Variante dazu“, so die Verfasser, „kamen 2023 noch einmal fast zwei Millionen Stück obendrauf“. Und das eben bedeute ein All-Time-High.

Die Produktion seiner begehrten Currywürste hat VW in der sogenannten Service Factory allokiert, am Wolfsburger Standort des Stammwerks.

Es sei „nicht ganz einfach, den Absatz unserer Currywurst über die Jahre zu vergleichen“, wird ein Betriebsratsmitglied in der VW-internen Abhandlung zitiert. Hintergrund hierfür: „Es gibt da die große 170-Gramm-Variante und die kleinere 85-Gramm-Variante. Wir haben den internen Vertriebsweg über unsere Betriebsrestaurants und den externen Verkauf über den Einzelhandel – und dort neuerdings nun auch die 40 Gramm schwere Hotdog-Version“.

VW lobt Fleischerei für den Einsatz

Besagter Arbeitnehmervertreter formuliert es so: „Trotz aller Unterschiede können wir eines ganz sicher sagen: Noch nie haben die hausinternen und externen Fans unseres Originalteils so viele VW-Currywürste verspeist wie im Jahr 2023. Gratulation!“

Und weiter: „ Das ist ein ganz starkes Ergebnis, das auch die Leistungs- und Innovationskraft unserer Kolleginnen und Kollegen in der Fleischerei unter Beweis stellt. Respekt und herzlichen Glückwunsch, weiter so!“

Lukrative Optionen locken zur Ausweitung der VW-Portfolios: „Mit Zuständigkeit bei der Service Factory sorgt Volkswagen schon länger für die Mini-Currywurst, die in den Hotdogs zum Einsatz kommt“, heißt es in der VW-Information. „Start für das neue Produkt war bereits Mitte 2021. Die Hotdog-Currywürstchen gehen seither an einen Mittelständler mit Sitz in Berlin, der die bei Volkswagen produzierten Würstchen als kompletten Hotdog mit Brötchen, Soße, Röstzwiebeln sowie allem anderen herstellt und vermarktet“.

Nach unbestätigten Informationen von Business Insider handelt es sich beim Mittelständler um das Haus Freiberger in Berlin mit rund 4000 Beschäftigten, das zur Südzucker-Gruppe gehört.

„In unserer VW-Heimat ist der Hotdog mit der originalen VW-Currywurst bei Edeka in den Backshops erhältlich“, lässt VW zudem wissen. „Die Mini-Currywurst hat die identische Rezeptur wie die große Currywurst, ist also tatsächlich ganz einfach ein Originalteil, wenn auch ein kleines“.

Die Currywurst könnte es schon bald in VW-Kantinen geben

Kein Wunder mithin, was eine Führungskraft aus VWs Gastronomiegeschäft berichtet: „Unser Vertrieb wurde von der Firma angefragt, ob man nicht gemeinsam einen VW-Currywurst-Hotdog entwickeln könnte“. Der Manager ergänzt: „Und die Kolleginnen und Kollegen in der Fleischerei haben die Wurst dann auf ‘klein‘ produziert.“ Demnach waren auf diese Weise 2022 bereits rund 1,5 Millionen Hotdog-Versionen entstanden.

Mag VW auch einer Senkung der Komplexität in seinen Fabriken feilen – die Hotdog-Extrawurst könnte es in absehbarer Zeit in den Betriebsrestaurants geben: „Der Plan ist es tatsächlich, den Hotdog auch innerhalb von Volkswagen anzubieten“, schaut die Führungskraft über den Tellerrand. „Wir sehen das Produkt vornehmlich in den Bistros, Shops und auch in den mobilen Verkaufswagen, also dem ID. Buzz, mit dem wir in der Fertigung ausliefern“.

Die Details dazu liegen noch im Bratfettdunst. Auf einem anderen Blatt der Speisekarte hingegen steht schon Wichtiges fest: VWs Currywurst gibt es jetzt auch aus zu 100 Prozent aus Rindfleisch – „zum Beispiel für Kolleginnen und Kollegen, die kein Schweinefleisch essen“, teilt der Betriebsrat mit.