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Nils Glagau über neue DHDL-Staffel: „Es wird ein paar schöne Fights geben“

·Lesedauer: 4 Min.
Mittlerweile habe er seine Rolle als Löwe gefunden, sagt Investor Nils Glagau – und gibt sich angriffslustig.
Mittlerweile habe er seine Rolle als Löwe gefunden, sagt Investor Nils Glagau – und gibt sich angriffslustig.

In der letzten Staffel von „Die Höhle der Löwen“ ging Orthomol-Geschäftsführer und DHDL-Löwe Nils Glagau in die Konfrontation mit seinen Kollegen Carsten Maschmeyer und Ralf Dümmel. Unter anderem lieferte sich Glagau mit Dümmel eine hitzige Diskussion darüber, wer denn mehr Startup-Produkte in die Supermarktregale bringen könne. So soll es auch in der aktuellen Staffel weitergehen: Mehr Wettbewerb unter den Löwen. Gründerinnen und Gründern versprach er mehr Investitionen als er am Ende einhalten konnten. Das soll sich dieses Mal ändern.

Nils, was war dein persönliches Highlight der inzwischen abgedrehten, neuen Staffel?

Es gibt manchmal Deals und Gründer, die sind so attraktiv, dass sich gleich alle Löwen darum streiten. Dieses Mal gab es ein Startup, um das sich alle fünf Investoren gerissen haben. Wie ich mich beteiligt habe, kann ich noch nicht verraten – aber das war mein Highlight.

Was lief für dich persönlich dieses Mal anders als in den beiden Jahren zuvor?

Ich glaube, die Gründer kennen Nils Glagau nun schon besser und wissen, was er macht, welche Investments möglich sind und wie das Team dahinter agiert. Mein Profil ist nun als Löwe klarer. Und auch der Zuschauer erlebt mehr Nils. Wenn du ganz neu bist, gehst du auch nicht so forsch an die Sache. Aber mittlerweile fühle ich mich angekommen und bekomme das auch von anderen gespiegelt. Das sehe ich als gute Grundlage, mehr erfolgreiche Gründerinnen und Gründer an Land zu ziehen.

Heißt das, du bist vom Auftreten nun aggressiver?

Wenn du deine ersten Drehtage hast, siehst du erst sehr viel später im Schnitt, was daraus gemacht wurde. Da merke ich dann, dass ich mal etwas Ungünstiges gesagt habe oder ich mich vielleicht mehr in Szene setzen müsste. Die Zuschauer müssen ja auch erst mal zu sehen bekommen, dass am Ende auch Erfolgsgeschichten bei meinen Investments rumkommen. Zeit ist da schon hilfreich, um sich ein besseres Bild zu machen.

Sind die Löwen nicht über die Zeit hinweg immer braver geworden – seit Frank Thelen und Jochen Schweizer nicht mehr dabei sind?

Wir sind nicht Shark Tank. In den USA herrscht eine andere Kultur. Da wird auch mal das Geld auf den Tisch gehauen. Das passt nicht zu uns. Auch nicht dazu, wie die Gründer auftreten und pitchen. Ich glaube, man sollte aufpassen, dass es nicht vorhersehbar wird. Angenommen, ich würde nur Deals rund um Nahrungsergänzungsmittel machen, dann wäre das ziemlich langweilig für Gründer und Zuschauer. Macht euch deshalb auf etwas gefasst: In dieser Staffel wird es ein paar schöne Fights geben.

Also dieses Mal viele andere Investments abseits von Nahrungsergänzungsmitteln?

Ich bin nicht der klassische Investor, der nur skalieren will. So berechenbar bin ich nicht. In meinem Portfolio sind Urnen, Bienen, Food, Sport und vieles andere. Wenn mich die Gründer und ihre Idee überzeugen, dann gehe ich den Weg mit ihnen. Egal aus welchem Bereich sie kommen. Das hatte ich vergangene Staffel schon bewiesen und werde es auch dieses Mal tun.

Wie viele Deals hast du dieses Mal abgeschlossen?

Eine Menge.

Konkreter?

Auch wenn wir heute sprechen, liegen dazwischen manchmal noch einige Abstimmungen, Unterschriften und Notartermine. Auch weil die Staffel gesplittet ist, kann ich noch nicht genau darauf eingehen. Gründerszene zieht ja jedes Jahr Bilanz und schaut sich an, welcher Löwe wie viel investiert hat. So viel kann ich schon sagen: Ich habe mehr investiert als in den Jahren zuvor.

Wie viel Kapital hast du in die Hand genommen?

Dazu kann ich nichts sagen.

Hast du das Gefühl, dass die Bewertungen von Gründern unverschämter werden?

Eine hohe Bewertung ist auch außerhalb der Höhle gang und gäbe. Wenn die Idee überzeugend ist, darf man auch nicht übereilig urteilen, dass die Bewertung frech ist, nur weil sie hoch ausfällt. Andererseits werden manchmal auch hohe Bewertungen aufgerufen, weil kein ehrliches Interesse von den Kandidaten da ist, dass wir investieren. Über die Jahre haben Gründer gelernt, was sie sich herausnehmen können. Es scheint mir schon so zu sein, dass sie etwas frecher und offensiver geworden sind.

Was hat dich dieses Jahr auf die Palme gebracht?

Es gab dieses Jahr einen Fall, bei dem ich nicht wusste, ob er Gründer ist oder bloß als Berater auftritt. Mich ärgert es, dass solche Leute dann den Platz für andere wegnehmen.

Welche Fehler kannst du Gründerinnen und Gründern verzeihen?

Manchmal kann man als Gründer-Team nicht alle Facetten abdecken. Der eine kann Vertrieb, der andere besser Marketing. Sich hier noch besser aufstellen zu wollen mit einem Team, kann ich gut verzeihen. Man darf auch mal nervös sein. Das gehört dazu. Es kommen viele Fragen, es ist eine ungewohnte Situation vor der Kamera.

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