Deutsche Märkte schließen in 7 Stunden 21 Minuten
  • DAX

    14.018,72
    +5,90 (+0,04%)
     
  • Euro Stoxx 50

    3.703,05
    -3,57 (-0,10%)
     
  • Dow Jones 30

    31.535,51
    +603,14 (+1,95%)
     
  • Gold

    1.720,30
    -2,70 (-0,16%)
     
  • EUR/USD

    1,1999
    -0,0061 (-0,50%)
     
  • BTC-EUR

    40.885,12
    +1.770,28 (+4,53%)
     
  • CMC Crypto 200

    987,24
    +0,59 (+0,06%)
     
  • Öl (Brent)

    59,81
    -0,83 (-1,37%)
     
  • MDAX

    31.940,27
    +39,32 (+0,12%)
     
  • TecDAX

    3.383,43
    +5,87 (+0,17%)
     
  • SDAX

    15.495,33
    +49,42 (+0,32%)
     
  • Nikkei 225

    29.408,17
    -255,33 (-0,86%)
     
  • FTSE 100

    6.606,73
    +18,20 (+0,28%)
     
  • CAC 40

    5.796,58
    +3,79 (+0,07%)
     
  • Nasdaq Compositive

    13.588,83
    0,00 (0,00%)
     

Nawalny in Russland zum zweiten Mal an einem Tag vor Gericht

·Lesedauer: 1 Min.

MOSKAU (dpa-AFX) - Nur zwei Stunden nach Bestätigung des umstrittenen Straflager-Urteils gegen Kremlkritiker Alexej Nawalny ist am Samstag in Moskau ein zweites Verfahren fortgesetzt worden. Dem 44-Jährigen droht wegen Beleidigung eines Weltkriegsveteranen eine hohe Geldstrafe. Die Verhandlung fand im selben Gerichtsgebäude statt wie das Berufungsverfahren am Vormittag. Sogar die Staatsanwältin sei dieselbe, schrieb Nawalnys Team - halb amüsiert, halb entrüstet - auf Twitter. "Bald teilen sie ihm einen persönlichen Richter und persönliche Polizisten zu."

Hintergrund des Prozesses ist Nawalnys Kritik an einem Video, das im vergangenen Sommer in den russischen Staatsmedien ausgestrahlt wurde. Darin werben mehrere Bürger - unter anderem ein heute 94-jähriger Veteran des Zweiten Weltkrieges - für eine Verfassungsänderung, die auch der Machtsicherung von Präsident Wladimir Putin diente. Nawalny beschimpfte die Protagonisten damals auf Twitter als "Verräter".

Der alte Mann soll sich von den Äußerungen so sehr beleidigt gefühlt haben, dass sich sein Gesundheitszustand verschlechtert habe. Nawalny hingegen bezeichnet den Veteranen als "Marionette" in einem politisch motivierten Prozess. Am Vormittag hatte das Gericht eine Verurteilung zu dreieinhalb Jahren Straflager bestätigt. Auf Nawalny war im Sommer vergangenen Jahres ein Giftanschlag verübt worden. Anschließend wurde er in der Berliner Charité-Klinik behandelt. Nach einem längeren Deutschland-Aufenthalt kehrte er im vergangenen Monat nach Russland zurück. Dort wurde er sofort festgenommen.