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Was hinter der Nationalmannschaft von Playmobil steckt – und welcher Spieler sich am meisten verkaufte

Der Playmobil-Kader der deutschen Elf – ein Spieler hat es nicht in die Produktion geschafft. - Copyright: Horst Brandstätter Group
Der Playmobil-Kader der deutschen Elf – ein Spieler hat es nicht in die Produktion geschafft. - Copyright: Horst Brandstätter Group

Bei der Europameisterschaft 2024 gibt es die deutsche Startelf auch zum Anfassen: etwa 7,5 Zentimeter klein, aus Plastik und für 5,99 Euro erhältlich. Anlässlich der Fußball-EM hat Playmobil Figuren der deutschen Nationalmannschaft – inklusive Trainer Julian Nagelsmann – auf den Markt gebracht.

Erfahrt in diesem Text, welcher Spieler fehlt – und welcher sich am meisten verkauft hat.

Wie der "Stern" berichtet, könnte hinter dieser Aktion eine neue Strategie des Spielwarenherstellers stecken, der seit einigen Jahren zunehmend unter wirtschaftlichem Druck steht. Was verspricht sich Playmobil von dieser Kooperation?

Die Nationalmannschaft aus Playmobil – aber ein Spieler fehlt

Kroos, Mittelstädt, Tah und Can waren beim Verkaufsstart nicht einsatzbereit. Wie Playmobil dem "Stern" sagte, habe das Unternehmen die Kampagne bereits frühzeitig entschieden und geplant – und zwar lange vor Bekanntwerden des diesjährigen Kaders. Deshalb fehlten vier Spieler, als die Figuren am 13. Mai in die Läden kamen. Während Toni Kroos, Maximilian Mittelstädt und Jonathan Tah in limitierter Auflage nachproduziert werden konnten, fehlt von Emre Can in den Regalen jede Spur.

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Der Mittelfeldspieler rückte für den erkrankten Aleksandar Pavlovic nach. Aus diesem Grund habe man ein Unikat geschaffen, das allerdings nicht im Handel erhältlich sein wird. Die einzelne Figur wolle Playmobil Can im Trainingslager der Nationalmannschaft in Herzogenaurach übergeben.

Bei den in großem Stil produzierten Spielerfiguren zeichnet sich übrigens auch schon ein Trend ab: Trotz regional unterschiedlicher Vorlieben sorgte Thomas Müller bislang für den meisten Absatz.

Neue Strategie bei Playmobil?

Neben Playmobil sind an der Aktion noch weitere Unternehmen beteiligt. Der Stuttgarter Verlag Blue Ocean entwirft die Figuren, auch der DFB und Edeka sind mit von der Partie. Die Einzelhandelskette verkauft die Spieler in seinen Supermärkten für 5,99 Euro. Für Playmobil ist es nicht die erste Kooperation mit großen Marken. Erst im April hatten McDonald's und der Spielwarenhersteller eine Zusammenarbeit bei der Happy-Meal-Überraschung angekündigt.

Vorbild für diese Strategie scheint der Konkurrent Lego zu sein, der seit Jahrzehnten auf Kooperationen mit großen und namenhaften Marken, aktuell zum Beispiel Ikea oder Adidas, setzt. Auch auf das Segment der Kidults (eine Wort-Kombination aus den Worten Kind und Erwachsener) will Playmobil laut "Stern" ausbauen.

Spielwarenhersteller in der Krise

Die neuen Maßnahmen kommen nicht von ungefähr: Der Spielwarenhersteller steckt in der Krise. In den vergangenen zwei Jahren ist der Unternehmensumsatz um 246 Millionen Euro gesunken. Auch wenn sich der Hersteller für das seit April laufende Geschäftsjahr laut "Stern" optimistischer gibt, steht er weiterhin vor einigen Problemen. 2023 stellte der Mutterkonzern, die Brandstätter-Gruppe, seine Führung neu auf. Der neue CEO und ehemalige Finanzvorstand René Feser ergriff daraufhin harte Maßnahmen.

Im Oktober des vergangenen Jahres hatte die Firmengruppe angekündigt, bis 2025 weltweit 700 Stellen abzubauen, die Hälfte davon in Deutschland. Zuletzt hatte das Unternehmen mehr als 4.000 Beschäftigte. Ein Großteil des Stellenabbaus sei dem "Stern" zufolge mittlerweile abgeschlossen. Ob die Sammelleidenschaft der Fußballfans ausreicht, um diesen Trend umzukehren, bleibt jedoch fraglich.

skö