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Meine Mutter schenkte mir mein Erbe von rund 90.000 Euro schon vor ihrem Tod – so hat es mich fürs Leben gerüstet

Mutter und Tochter (Symbolfoto). - Copyright: Getty Images
Mutter und Tochter (Symbolfoto). - Copyright: Getty Images

Mit 25 hatte ich einen 9-to-5-Verkaufsjob und vier verschiedene Nebenbeschäftigungen, aber ich hatte immer noch Mühe, meine Rechnungen zu bezahlen. Mit meiner hohen Miete in Südkalifornien, den Nebenkosten und den Studiengebühren kam ich gerade so über die Runden.

Als mein Wohnkomplex Anfang 2016 meine Miete von 1600 Dollar (rund 1500 Euro) auf 1800 Dollar (rund 1650 Euro) pro Monat erhöhte, weinte ich.

Zu dieser Zeit verstarb meine Großmutter und hinterließ meiner Mutter Geld. Meine Mutter wiederum bot mir großzügig den größten Teil davon – 100.000 Dollar (rund 90.000 Euro an) – an.

"An diesem Punkt in meinem Leben brauche ich nicht so viel Geld", sagte sie. Nach Jahren der Arbeit und des Sparens als alleinerziehende Mutter hatte sie es zu etwas gebracht und war vor kurzem aus dem Reihenhaus meiner Kindheit in ein wunderschönes Haus mit kleinem Garten umgezogen: "Betrachte es als dein frühes Erbe", sagte sie mir.

Es war ein großes Geschenk, und ich war mir nicht sicher, ob ich es annehmen sollte. Aber sie bestand darauf und wies darauf hin, dass ich als Einzelkind irgendwann das gesamte Vermögen bekommen würde, das sie hinterlassen hatte. Sie hatte nicht vor, so viel Geld auszugeben, und wollte nicht, dass dieses Erbe nur auf ihrem Bankkonto liegt: "Wenn du dieses Geld jetzt investierst", sagte sie, "kann es dir helfen, für den Rest deines Lebens vorzusorgen."

Da die Immobilienpreise weiter steigen, sind vorzeitige Erbschaften in der einen oder anderen Form häufiger geworden. Ich hatte das Glück, von der finanziellen Lage und der enormen Großzügigkeit meiner Mutter zu profitieren. Das Wichtigste war, dass ich herausfand, wie ich das Geschenk am besten nutzen konnte.

Ich beschloss, mich auf meine langfristige Finanzplanung zu konzentrieren

Ich dachte daran, in den Aktienmarkt zu investieren. Es schien mir aber die beste Wahl, das Geld meiner Mutter als Anzahlung für mein erstes Haus zu verwenden, da ich bereits mit dem Gedanken spielte, aus meiner teuren Wohnung auszuziehen. Eine größere Anzahlung im Voraus bedeutete, dass ich einen niedrigeren Hypothekenzins haben würde, und dass ich mir nie wieder Gedanken über Mieterhöhungen machen müsste.

Ich ging auf Wohnungssuche, und nach vielen Besichtigungen und reiflicher Überlegung machte ich ein Angebot für eine kleine Ein-Zimmer-Eigentumswohnung mit einer frei stehenden Garage. Die Wohnung war nicht besonders schick – sie hatte eine veraltete Küche und lilafarbene Wände –, aber sie lag in einem schönen Komplex mit vielen Bäumen.

Wir einigten uns auf einen Verkaufspreis von knapp unter 400.000 Dollar (rund 367.000 Euro), ein bescheidener Betrag für ein Einsteigerobjekt in meiner Vorstadtgegend.

Ein Teil von mir dachte, dass mit dem Geld aus der Erbschaft und meinem eigenen Haus meine finanziellen Sorgen bald vorbei sein würden. Doch in den ersten Jahren als Hausbesitzer hatte ich mehr denn je mit Geldproblemen zu kämpfen. Meine Hypothek war ungefähr so hoch wie meine vorherige Miete, aber ich zahlte auch saftige 540 Dollar (rund 500 Euro) pro Monat an Gebühren für die Hausbesitzervereinigung und Instandhaltungskosten für das Haus. Meine Rechnungen waren überwältigend.

Ich war gestresst wegen des Geldes, und eine Zeit lang hatte ich Angst, dass ich den Kredit nicht zurückzahlen könnte. Aber ich reduzierte einige meiner Ausgaben, sparte alles und nahm den Mut auf, bei einigen meiner Jobs um eine Gehaltserhöhung zu bitten – und bekam sie auch. Eine Zeit lang kam ich gerade so über die Runden, aber schließlich begann sich die Investition auszuzahlen.

Jetzt profitiere ich von dieser Investition

2020 habe ich geheiratet, und mein Mann und ich bekamen ein Baby. Wir blieben eine Zeit lang in der Wohnung, die ich gekauft hatte, aber um den ersten Geburtstag unseres Kleinen herum wurde klar, dass der Platz schnell zu knapp wurde.

Trotz steilen Preiserhöhungen während der Pandemie waren mein Mann und ich in der Lage, ein Stadthaus mit drei Schlafzimmern in der Nähe zu kaufen. Wir hatten sorgfältig gespart und konnten die Anzahlung zusammenbekommen, ohne die Einzimmerwohnung zu verkaufen.

Jetzt vermiete ich die Wohnung jährlich an Mieter, und obwohl noch Instandhaltungskosten und jährliche Erhöhungen der Hausverwaltung anfallen, mache ich in der Regel jeden Monat ein paar hundert Dollar Gewinn. Das ist nicht viel, aber ich weiß, dass ich bei steigenden Marktpreisen noch mehr einnehmen kann.

Da ich jetzt zwei kleine Kinder zu Hause habe, bin ich für dieses passive Einkommen sehr dankbar. Mit dem zusätzlichen Geld, das hereinkommt, kann ich bequem in Teilzeit als Autorin und saisonal in einem Freizeitpark arbeiten. Den Rest meiner Zeit verbringe ich mit meinen Mädchen, und das ist ein Luxus, für den ich sehr dankbar bin.

Als mein Mann Anfang des Jahres unerwartet entlassen wurde, konnten wir mit unseren Mieteinnahmen die Situation wesentlich entspannter angehen. Die Entlassung war zwar enttäuschend, aber kein Grund zur Panik.

Wir hatten nicht nur das zusätzliche Geld, das jeden Monat hereinkam, sondern auch die Möglichkeit, das Haus zu refinanzieren und bei Bedarf Geld aus dem Haus zu nehmen. Wir waren nicht so knapp bei Kasse, dass wir das tun mussten, aber es war schön, ein zusätzliches Gefühl der Sicherheit zu haben.

Ich hoffe, dass ich meinen eigenen Kindern auf die gleiche Weise helfen kann

Mein frühes Erbe hat mir so viel bedeutet. Es war eine verlässliche Investition und ein wertvolles Sicherheitsnetz. Ich weiß, dass ich damit meine Familie langfristig unterstützen kann.

Deshalb plane ich, die Wohnung zu verkaufen, wenn meine Töchter auf eigenen Füßen stehen, und ihnen den Gewinn als ihr eigenes frühes Erbe zukommen zu lassen.

Ich denke, dass dies ein sinnvoller Weg ist, um das gleiche lebensverändernde Geschenk weiterzugeben, das ich erhalten habe. Ich hoffe, dass meine Mädchen wissen, wie viel Glück sie haben, dieses Geschenk nicht nur von mir, sondern auch von ihrer Großmutter und Urgroßmutter zu bekommen.

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