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Mutationen dürfen uns nicht Erfolge kaputt machen, warnt Merkel

Arne Delfs
·Lesedauer: 1 Min.

(Bloomberg) -- Bundeskanzlerin Angela Merkel hat die Beschlüsse zu den Corona-Maßnahmen vom Vorabend verteidigt und zugleich vor einer dritten Infektionswelle durch die Mutationen gewarnt.

“Experten erklären uns, dass es eben nur eine Frage der Zeit sei, bis diese Mutationen dann auch die Oberhand gewinnen”, sagte Merkel am Donnerstag in ihrer Regierungserklärung im Bundestag. Man müsse daher “sehr, sehr achtsam” sein, nicht wieder in ein exponentielles Wachstum zurückzufallen.

“Wir wissen, dass die Gefahr der Mutationen uns die Erfolge wieder kaputt machen kann”, warnte Merkel. In diesem Zusammenhang räumte die Kanzlerin auch ein, dass die Bundesregierung bei der zweiten Welle zunächst nicht entschieden genug reagiert habe. “Dann waren wir nicht vorsichtig genug und nicht schnell genug”, so Merkel.

Die Kanzlerin hatte am Vorabend gemeinsam mit den Ministerpräsidenten eine Verlängerung des Lockdowns bis 7. März beschlossen. Zugleich setzten sich aber die Länderchefs mit ihrer Forderung durch, Grundschulen und Kitas bereits ab der kommenden Woche wieder in Eigenregie öffnen zu können.

Erneut distanzierte sich Merkel von dieser Entscheidung der Länder. Sie hätte sich “an dieser Stelle gewünscht, dass wir auch hier entlang der Inzidenz entscheiden, aber ich habe auch akzeptiert, dass es eine eigenständige Kultushoheit der Länder gibt”, sagte sie.

MEHR: Länder-Chefs setzen gegen Merkel frühere Öffnungen durch

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