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Merkel lehnt Kommentar zu Entwicklung in Thüringen-Krise ab

LUANDA (dpa-AFX) - Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hat einen Kommentar zu den jüngsten Entwicklungen in der Thüringen-Krise abgelehnt. "Das, was ich zu Thüringen zu sagen hatte, habe ich gestern gesagt. Und was zum Koalitionsausschuss zu sagen ist, wird morgen gesagt", sagte Merkel am Freitag in einer Pressekonferenz nach einem Gespräch mit dem angolanischen Präsidenten Joao Manuel Gonçalves Lourenço in der Hauptstadt Luanda.

Merkel hatte die Wahl des FDP-Politikers Thomas Kemmerich zum Thüringer Ministerpräsidenten mit Stimmen der AfD und der CDU am Vortag bei ihrem Besuch in Südafrika scharf als "unverzeihlich" kritisiert. Das Ergebnis dieses Vorgangs müsse rückgängig gemacht werden. Eine vorgezogene Neuwahl sei dabei "eine Option".

Kemmerich war am Mittwoch im dritten Wahlgang überraschend mit den Stimmen von AfD, CDU und Liberalen zum neuen Regierungschef gewählt worden, nachdem Amtsinhaber Bodo Ramelow (Linke) in beiden vorhergehenden Wahlgängen keine Mehrheit bekommen hatte.