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Lungenversagen bei Covid-19: Überleben hängt von der Erfahrung der Ärzte ab

Business Insider Deutschland
·Lesedauer: 2 Min.
Ein Covid-19-Patient erhält eine ECMO-Behandlung.
Ein Covid-19-Patient erhält eine ECMO-Behandlung.

Eine der schwerwiegendsten und gefährlichsten Folgen bei Covid-19 ist das Versagen der Lunge. Behandlungsmethoden wie die ECMO-Therapie (extrakorporale Membranoxygenierung) unterstützen die Lunge, bis sich das Organ wieder erholt. Eine Studie französischer Mediziner beleuchtet nun die Überlebenschancen der ECMO-Patienten, erfasst im Zusammenhang mit Covid-19-Patienten in Paris. Die besten Chancen haben demnach jüngere Patienten mit einer guten Nierenfunktion. Aber: Auch die Erfahrung der Klinik spielt eine wichtige Rolle.

Aus früheren Studien weiß man, dass im Schnitt 65 Prozent aller Patienten eine ECMO-Therapie bei einem Lungenversagen überleben. Die Überlebensrate unter Covid-19-Patienten ist jedoch geringer, zeigt die neue Studie. Nach 90 Tagen haben demnach nur 46 Prozent der 302 ECMO-Patienten überlebt, die die Mediziner bis Juni 2020 beobachtet hatten. An anderen Standorten fallen die Ergebnisse ebenfalls schlechter aus, wie das "Ärzteblatt" berichtet.

Bei einer ECMO-Therapie übernimmt eine Maschine teilweise oder vollständig die Atemfunktionsleistung der Patienten. Über einige Tage oder Wochen kann somit die Atemfunktion des Patienten aufrechterhalten werden. Die Therapie ist jedoch mit hohen Kosten und personellem Aufwand verbunden, weshalb sie oft erst als letzter Ausweg zum Einsatz kommt.

Die Erfahrung des Personals spielt eine wichtige Rolle

Die genauen Gründe für die höheren Sterberaten sind den Medizinern nicht bekannt. Experten gehen davon aus, dass der unbekannte Erreger und das Ausbleiben einer spezifischen Behandlungsmethode zu den vermehrten Todesfällen unter den Patienten führten. Bei den ECMO-Patienten traten demnach auch häufiger Komplikationen auf, die nicht im direkten Zusammenhang mit der Therapie stehen, wie zum Beispiel Lungenembolien und Blutungen.

Der Studie nach haben Patienten die besten Überlebenschancen, wenn die Therapie frühzeitig bei ihnen angewendet wird. Je jünger die Patienten, umso wahrscheinlicher ist ebenfalls eine erfolgreiche Behandlung. Patienten unter einem Alter von 48 Jahren hatten demnach eine dreifach höhere Überlebenschance als Patienten über einem Alter von 57 Jahren.

Ebenso spielte die Erfahrung des zuständigen Fachpersonals für die Überlebenschance eine Rolle. In Kliniken, an denen über 30 ECMO-Behandlungen im Jahr stattfinden, überlebten die Patienten demnach dreimal häufiger – das ist eine sehr hohe Quote. Um die Chancen der Patienten auf ein Überleben zu erhöhen, schlagen die Studienautoren ein mobiles ECMO-Team aus erfahrenen Medizinern vor, das Patienten mit schwerwiegenden Symptomen sofort in ein Therapiezentrum bringt.

kh