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Luckin-Coffee-Büros im Zuge des Bilanzskandals durchsucht

Bloomberg News

(Bloomberg) -- Der Bilanzskandal um den chinesischen Starbucks-Herausforderer Luckin Coffee Inc. hat nun auch zu einer Razzia geführt. Wie eine darüber informierte Person berichtete, wurden die Räumlichkeiten am Sonntag von verschiedenen Behörden durchsucht.

Die Federführung bei den Ermittlungen hat den Angaben zufolge die Wertpapieraufsicht CSRC, die die Untersuchungen auf Ersuchen der US-Aufsichtsbehörde SEC begonnen hatte. In den USA werden die Aktien des einst als Überflieger gepriesenen Startups an der Nasdaq gehandelt. Auch die chinesische Marktaufsicht und die nationale Steuerbehörde untersuchen die Bilanzunregelmäßigkeiten bei Luckin.

Der Börsenwert der Kaffehauskette rutschte Anfang des Monats ins Bodenlose, als das Unternehmen bekanntgab, der Vorstand für das Tagesgeschäft und einige seiner Mitarbeiter hätten Umsätze von etwa 310 Millionen Dollar möglicherweise nur vorgetäuscht. Bis dahin war Luckin eine der besten Wachstumsstories in der chinesischen Wirtschaft.

Mit dem Kursrutsch wurde Luckin-Chairman Lu Zhengyao zahlungsunfähig. Zu seinen Gläubigern gehören informierten Kreisen zufolge Morgan Stanley, Credit Suisse Group AG und Haitong International Securities Group.

Luckin Coffee war für eine umgehende Stellungnahme nicht zu erreichen. Auf dem Weibo-Account des Unternehmens hieß es allerdings, Luckin kooperiere mit den Behörden und das Geschäft in den Filialen laufe normal. Die CSRC war für einen zeitnahen Kommentar ebensowenig zu erreichen wie die chinesische Marktaufsicht und die Steuerbehörde.

Überschrift des Artikels im Original:Luckin Offices Raided by Chinese Regulators as Scandal Widens

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