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Länder fordern vom Bund mehr Geld für Umbau zu mehr Tierwohl

BERLIN (dpa-AFX) -Die Länder haben vom Bund mehr Geld für den Umbau der Nutztierhaltung in Deutschland gefordert. Es fehle derzeit an der finanziellen Absicherung, sagte Sachsens Landwirtschaftsminister Wolfram Günther (Grüne) nach einer außerordentlichen Agrarministerkonferenz am Freitag in Berlin. Es müsse vom Bund mehr Geld bereitgestellt werden, wenn das Ziel ein "wirklich gesamtgreifendes System" sei, sagte der Konferenz-Vorsitzende, Schleswig-Holsteins Landwirtschaftsminister Werner Schwarz (CDU).

Der Bund beabsichtigt, die Landwirte mit insgesamt einer Milliarde Euro beim Umbau ihrer Ställe zu höheren Tierhaltungsstandards und bei laufenden Mehrkosten zu unterstützen. Damit stünden nur zehn Prozent des von einer Kommission ermittelten Förderbedarfs zur Verfügung, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Agrarminister Till Backhaus (SPD) am Rande der Konferenz. Das geplante Bundesprogramm ist bisher auf die Schweinehaltung begrenzt - auch daran gibt es Kritik.

Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir (Grüne) sagte, dass die Fördersumme von einer Milliarde Euro nur der Auftakt sei. Er betonte aber auch, dass die Ampel-Koalition im Bund damit mehr unternehme als vorherige Regierungen. Es sei wichtig, nun überhaupt mit dem Umbau der Nutztierhaltung zu beginnen.

Minister Schwarz zufolge wurde der Bund aufgefordert, für die nächste Agrarministerkonferenz im Herbst ein Konzept vorzulegen, dass die gesamte Lebenszeit eines Schweines berücksichtige. Die Pläne des Bundes lassen bisher etwa die Sauenhaltung außen vor.