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Kurschus: Waffenlieferungen für ukrainischen 'Überlebenskampf'

HANNOVER (dpa-AFX) - Die Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, Annette Kurschus, hat sich für die Lieferung schwerer Waffen an die von Russland angegriffene Ukraine ausgesprochen. Zwar habe sie höchsten Respekt vor allen, "die für sich selbst auf die Option der Gewaltlosigkeit setzen", sagte die EKD-Ratsvorsitzende dem Redaktionsnetzwerk Deutschland am Mittwoch. "Aber ich erkenne die jetzt beschlossenen Waffenlieferungen als Mittel an, die Ukraine bei ihrem Überlebenskampf zu unterstützen". Sie forderte aber auch eine politische Strategie.

Denn: "Ohne eine politische Strategie, die den Einsatz der Waffen begleitet, wird es kein Danach geben, in dem wir wieder gut miteinander leben können", betonte Kurschus. "Das Recht wiederherzustellen und echten Frieden zu gewinnen: Das vermögen Waffen allein nicht." Zuvor hatte Verteidigungsministerin Christine Lambrecht (SPD) angekündigt, dass die Bundesregierung nun auch der deutschen Industrie die Lieferung schwerer Waffen genehmige. Konkret geht es zunächst um Gepard-Flugabwehrpanzer.

Kurschus betonte: "Wo ein Land und seine Menschen wie in der Ukraine rohe Gewalt und blankes Unrecht erfahren, haben Menschen alles Recht, sich zu verteidigen. Und sie haben das Recht, um Hilfe zu bitten, auch um Hilfe zur Selbstverteidigung."

Die EKD-Ratsvorsitzende wies aber auch auf die wachsende Sorge hin, dass mit mehr Waffen auch mehr Krieg gesät werde: "Die Furcht ist groß, dass der Einsatz von Atomwaffen Teile der Erde unbewohnbar macht." Sie erklärte, es gebe Probleme, die nicht mit Waffen gelöst werden könnten: "Um nur zwei Beispiele zu nennen: Die Klimakrise pausiert nicht, aber die internationale Arbeit an diesem Menschheitsproblem derzeit anscheinend schon. Und in vielen Ländern werden Menschenleben sehr bald nicht von Panzern und Gewehren, sondern von leeren Tellern bedroht sein."

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