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Kritik an Änderungen bei Whatsapp-Bedingungen in der Türkei nimmt zu

·Lesedauer: 1 Min.

ISTANBUL (dpa-AFX) - In der Türkei mehrt sich die Kritik an dem Messenger-Dienst Whatsapp wegen veränderter Nutzungsbedingungen und Sorgen um Datenschutz. Der Mutterkonzern Facebook wolle Userdaten mit seinen anderen Diensten teilen, sagte der Cyberrechts-Aktivist Yaman Akdeniz der Deutschen Presse-Agentur am Donnerstag. Ein Sprecher von Whatsapp teilte hingegen mit, aus der Aktualisierung der Datenschutzrichtlinie würden sich keine Änderungen bei der Weitergabe von Nutzerdaten an Facebook ergeben.

Den neuen Bedingungen muss in jedem Fall zugestimmt werden, um Whatsapp weiter nutzen zu können. Allerdings soll es in der für die EU und Großbritannien geltenden, überarbeiteten Richtlinie keine Änderungen geben, die das Teilen von Daten mit anderen Facebook-Unternehmen betreffen, wie ein Whatsapp-Sprecher erklärt. Für die restlichen Länder gilt eine andere Richtlinie. Außerhalb der EU fließen Whatsapp-Nutzerdaten an Facebook zu Werbezwecken oder zur Verbesserung von Produkten - allerdings bereits seit dem Jahr 2016.

Konkurrenten des Marktführers Whatsapp wie Threema oder Telegram verzeichneten nach eigenen Angaben seit der Änderung der Whatsapp-Datenschutzrichtlinie länderübergreifend mehr Downloads.

Die türkische Wettbewerbsbehörde hatte anlässlich der Änderungen zu Beginn der Woche eine Untersuchung gegen Whatsapp und Facebook eingeleitet. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan sagte der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu zufolge am Mittwoch, die Türkei werde sich nicht dem "Druck der Social-Media-Unternehmen" beugen, die sich als über dem Gesetz stehend betrachteten.

Auch staatliche Einrichtungen in der Türkei nutzten bisher für offizielle Kommunikation häufig Whatsapp. Nun setzen sie vermehrt auf nationale Dienste wie Bip von der teilstaatlichen Telefongesellschaft Turkcell.