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Kreuzfahrtbranche nach Corona: Mit weniger Passagieren, aber günstigen Preisen

·Lesedauer: 3 Min.

Kreuzfahrten sind zurück. Nachdem die Branche von der Corona-Pandemie besonders gebeutelt war, hat ein Großteil der Schiffe deutscher Reedereien wieder Fahrt aufgenommen. Die Krise ist damit allerdings nicht vorbei, denn in vielen Häfen oder gar Ländern dürfen die Dampfer nach wie vor nicht anlegen. Touren an Land fallen oft aus. Das berichtet die „Süddeutsche Zeitung“ (SZ).

Hoffnung auf eine baldige Erholung bestehe trotzdem. Eine Sprecherin von Tui Cruises meldete der SZ eine zufriedenstellende Nachfrage. Das zweite Corona-Jahr sehe sie aber als „Übergangsjahr“: Passagiere würden vor allem kurzfristig planen und buchen. Auch ein Pressesprecher der Aida habe sich zuversichtlich gezeigt und hoffe bis Ende des Jahres auf eine stärkere Auslastung. Dann wolle man wieder mit zehn Schiffen auf Fahrt sein, was mehr als 80 Prozent der Kapazität entspreche.

Geringere Auslastung der Schiffe – zufriedenere Passagiere

So viel Aufbruchstimmung kann überraschen, wenn man die desaströsen Zahlen des vergangenen Jahres bedenkt. Dem Deutschen Reiseverband (DRV) zufolge sind die Reiseausgaben 2020 in Deutschland im Vergleich zu 2019 um 54 Prozent eingebrochen – ein Einschnitt, der auch vor der Kreuzfahrtindustrie nicht haltmachte. Hatten 2019 noch eine Rekordzahl von etwa 3,7 Millionen Touristen aus Deutschland eine Hochsee- oder Flusskreuzfahrt unternommen, fiel auch diese Zahl in Folge der Pandemie auf gut 1,4 Millionen Passagiere, wie der DRV mitteilte. Weltweit lagen die finanziellen Verluste im ersten Corona-Jahr bei etwa 77 Milliarden US-Dollar, wie die SZ berichtet. Mehr als 500.000 Mitarbeiter der Branche hätten ihren Job verloren.

Und auch wenn viele Schiffe wieder in See stechen, haben sie die Pandemie noch nicht überwunden. Die Hygieneauflagen sind der SZ zufolge streng, sowohl an Bord also auch auf Landgängen – falls letztere überhaupt vorgesehen sind. Um genügend Abstand sicherstellen zu können, liege die Auslastung der Schiffe zwischen maximal 60 bis 80 Prozent. Für die Gäste sei das ein Pluspunkt, berichtet die SZ weiter, denn die Crew müsse sich um weniger Passagiere kümmern. Und die scheinen das zu begrüßen: Tui Cruises habe beispielsweise mitgeteilt, dass die Zufriedenheit der Kunden höher sei als vor der Krise.

Trotz Pandemie günstigere Preise

Für die Reedereien bedeute das allerdings einen Mehraufwand: Corona-Tests, tägliche Temperaturmessungen, vollständige Desinfektion zwischen den Reisen und mehr Personal zur Kontrolle der Auflagen müssten logistisch und finanziell gestemmt werden. Außerdem gebe es je nach Infektionslage dynamische Abstimmungsprozesse mit den Behörden der jeweiligen Zielländer und eventuell Anpassungen der Route.

Die Preise habe aber bisher keine der Reedereien angezogen, so die SZ – trotz der geringeren Passagierzahlen und des höheren finanziellen Aufwands. Anbieter Phoenix Reisen habe aber beispielsweise mitgeteilt, dass man es für wichtiger halte, die Schiffe stärker auszulasten und die gesamte Flotte wieder in Betrieb zu nehmen. Aida-Vertriebschef Alexander Ewig habe angesichts des deutlich kleineren potenziellen Kundenkreises vor einem Preiskampf in der Branche gewarnt und an alle Wettbewerber appelliert, angemessene Preise zu verlangen. Auf der Aida-Website selbst finden sich allerdings drastisch reduzierte Last-Minute-Angebote. Wer im August sieben Tage an der spanischen Mittelmeerküste entlangfahren möchte, kann das – exklusive Anreise – aktuell ab 450 Euro oder sogar 399 Euro pro Person tun.

sb

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