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Vom Konzern zum Startup: Ex-Chef von Cosmos Direkt Versicherung wird Manager bei Wefox

·Lesedauer: 3 Min.
David Stachon
David Stachon

Es ist erst einige Wochen her, seitdem das digitale Versicherungsunternehmen Wefox aus Berlin seine Mega-Runde verkündet hatte: 650 Millionen US-Dollar sammelte das Unternehmen von Investoren ein und wurde damit zum Mehrfach-Einhorn. Wir sprachen damals mit den Wefox-Gründern Julian Teicke und Fabian Wesemann über die weiteren Pläne für ihre Firma.

Nun zeichnen sich konkrete personelle Veränderungen ab. Ab dem 1. Juli wird David Stachon das Management von Wefox verstärken, in einer neu geschaffenen Rolle als Chief Operating Officer (COO). Der 50-jährige Manager soll in seiner Position dabei mithelfen, drei Bereiche voranzutreiben: die globale Expansion von Wefox, die Erneuerung von Produkten sowie Investments in Innovation und Technologie.

Der Wechsel von Stachon ist ein Beispiel dafür, dass Wefox-Chef Julian Teicke es ernst meint, wenn er sagt, er wolle "bei den Großen" mitspielen. Denn Stachon blickt auf eine jahrelange Konzernkarriere zurück. Angefangen bei McKinsey, arbeitete Stachon in Führungspositionen bei der Ergo, unter anderem in Südkorea, und der damaligen Directline. Vor Wefox war er Chef der Cosmos Direkt, einem Direktversicherer, der zu Generali gehört. Beim Mutterkonzern saß er seit 2017 als Chief Business Officer Digital im Vorstand. Im Dezember verkündete er seinen Abschied, "auf eigenen Wunsch".

Die traditionelle Versicherungsbranche hat Nachholbedarf

Ist Stachons Wechsel also auch ein Zeichen dafür, dass der Asien-Launch von Wefox schnell kommen könnte? "Es steht auf der Agenda", so Wefox-Chef Teicke. Erst einmal feiere man aber am Montag intern den Launch in Polen, mit 100 Beratern, die bereits bereit seien, Produkte zu verkaufen. Und auch der Markteintritt in das nächste europäische Land, Italien, stehe kurz bevor. Und ein potenzieller Börsengang? "Wir haben den Plan, groß und stark zu werden - und wenn wir das erreichen, ist das Thema Finanzierung, über welche Art auch immer, kein Thema", sagt Teicke. Es sei derzeit absolut kein Druck da.

Stachon und Teicke kennen sich schon jahrelang, wie beide betonen, und seien sich bei verschiedenen Gelegenheiten immer wieder über den Weg gelaufen. Umso mehr freue sich Stachon, "in eine Welt zu kommen, in der Geschwindigkeit und Innovation Treiber sind - das ist ein guter Fit für mich." Bei der traditionellen Versicherungsbranche sieht Stachon noch Nachholbedarf in Sachen Digitalisierung: "Ich vergleiche das gerne mit einem Archaeopteryx. Die Branche ist nicht mehr ganz Dinosaurier, aber auch nicht ganz Vogel." Sie müsse sich komplett verändern durch die perfekte Kombination von Mensch und Maschine. "Es wird immer noch den Menschen brauchen", ist Stachon überzeugt.

Obwohl sein Start bei Wefox erst in einigen Tagen offiziell beginnt, sind dem Manager bereits Unterschiede aufgefallen: "Ich habe ein sehr persönliches Engagement bei den Menschen hier angetroffen - das fühlt sich anders an als ein Management, bei dem es eine Distanz zum Job gibt." Die Nähe und emotionale Involviertheit sei eine große Stärke von Teams. Um die zu vergrößern, hatte Wefox nach der letzten Runde verkündet, dass künftig alle Mitarbeiter am Unternehmen beteiligt werden. "Das ist der Schlüssel zum Erfolg, dass alle wissen, dass die Firma unser gemeinsames Baby ist", sagt Teicke.

Demnächst könnte dieses Baby noch ein paar Eltern mehr bekommen, denn Stachon soll nicht die letzte hochrangige Personalie für Wefox bleiben.

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