Deutsche Märkte geschlossen
  • Nikkei 225

    26.215,79
    +278,58 (+1,07%)
     
  • Dow Jones 30

    29.490,89
    +765,38 (+2,66%)
     
  • BTC-EUR

    19.882,85
    +154,19 (+0,78%)
     
  • CMC Crypto 200

    443,73
    +8,37 (+1,92%)
     
  • Nasdaq Compositive

    10.815,43
    +239,82 (+2,27%)
     
  • S&P 500

    3.678,43
    +92,81 (+2,59%)
     

Kohlensäuremangel macht Brauern und Mineralwasserherstellern Sorgen

BERLIN (dpa-AFX) - Ein Mangel an Kohlensäure bremst deutsche Brauer und Mineralwasserhersteller aus. "An einzelnen Stellen wurde die Produktion schon zurückgefahren", sagte der Sprecher der Genossenschaft Deutscher Brunnen, Tobias Bielenstein, der Deutschen Presse-Agentur. Kohlensäure entsteht bei der Reaktion aus Wasser und Kohlendioxid. Weil die energieintensive Herstellung von Düngemitteln, bei der Kohlendioxid als Nebenprodukt entsteht, eingeschränkt wurde, hat das auch Folgen für die Verfügbarkeit von Kohlensäure.

"Wenn das so weitergeht in den nächsten Wochen, dann spitzt sich die Lage zu", warnte Bielenstein. Dann seien weitere Produktionsrückgänge in der Getränkewirtschaft zu erwarten. Ob einzelne Hersteller die Produktion einstellen müssten, lasse sich nicht vorhersagen. "Aber wir sind extrem besorgt, und einige der Mineralbrunnen sind sehr verunsichert", sagte Bielenstein. "So eine Situation haben wir noch nie gehabt."

Der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Brauer-Bundes, Holger Eichele, nannte die Entwicklung besorgniserregend. Derzeit seien nach Schätzungen der Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie nur noch 30 bis 40 Prozent der üblichen CO2-Liefermengen verfügbar. Für viele Betriebe habe das dramatische Auswirkungen.

Brauereien seien von dem Problem unterschiedlich stark betroffen. Sie brauchten Kohlensäure vor allem, um Tanks, Flaschen und Fässer "vorzuspannen", damit das Bier beim Füllen nicht mit Luft in Kontakt komme, sagte Eichele. Viele Brauereien stellen aber auch Softdrinks her, für die Kohlensäure nötig sei. "Uns erreichen tägliche neue Hilferufe aus der Branche."