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Ich bin Klimawissenschaftlerin und glaube nicht, dass unser Konsumverhalten der Feind ist – hier meine Tipps, wie man klimafreundlich wird

Es muss keine Spannung zwischen Konsum und Klimabewusstsein geben, meint die Klimawissenschaftlerin. - Copyright: Eloisa Lewis
Es muss keine Spannung zwischen Konsum und Klimabewusstsein geben, meint die Klimawissenschaftlerin. - Copyright: Eloisa Lewis

Dieser Artikel basiert auf einem Gespräch mit Eloisa Lewis. Er wurde aus Gründen der Länge und Klarheit überarbeitet.

Ich setze mich leidenschaftlich dafür ein, die Klimakrise zu bewältigen und unseren Einfluss auf den Planeten zu verringern. Zugleich liebe ich die Popkultur. Oft werden diese beiden Dinge als unvereinbar angesehen – die konsumorientierte Werbung auf Instagram und anderen sozialen Medien gegen den klimafreundlichen Wunsch, auf kleinstem Raum zu leben und besser mit unseren natürlichen Ressourcen umzugehen.

Weidende Rinder auf einer Hochweide am Schliffkopf im Nordschwarzwald.
Weidende Rinder auf einer Hochweide am Schliffkopf im Nordschwarzwald.

Ich möchte diese Sichtweise in Frage stellen. Es muss keine Spannungen zwischen Klimabewusstsein und Konsumverhalten geben. Und es muss auch keine Panik um die Umwelt geben. Das soll nicht heißen, dass unser Einfluss auf das Klima nicht ernst ist – das ist er sicherlich. Aber Panik, Verurteilung und Unentschlossenheit helfen niemandem. Stattdessen werden uns überschaubare und effektive Veränderungen am meisten helfen. Hier sind meine Tipps, wie ihr genau das erreichen könnt.

Legt die Scham ab

Heutzutage gibt es viele Unsicherheiten und Ängste beim Einkaufen. Dabei ist nicht der Konsum das Problem: Es ist das, was wir konsumieren, das schädlich sein kann.

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Wir alle haben es verdient, ein Leben in Fülle zu führen – schön zu sein, Zugang zu Verkehrsmitteln zu haben, uns so zu kleiden, wie es zu uns gefällt und die Lebensmittel zu essen, die unserem Körper guttun. Und das könnt ihr auch tun, ohne die Umwelt zu vernachlässigen.

Denkt daran, dass eure Ausgaben Macht haben

Wir leben in einer kapitalistischen Gesellschaft. Daher ist es unbestritten, dass ihr Macht habt, wenn ihr entscheidet, wie ihr euer Geld ausgebt. Wir brauchen Menschen, denen die Umwelt am Herzen liegt, damit sie sich weiterhin an der Wirtschaft beteiligen. Wenn diese Menschen klimafreundliche Maßnahmen mit ihrem Geld unterstützen, schaffen wir einen wirtschaftlichen Anreiz für die Entwicklung echter Lösungen.

Gehalt in der Mittelschicht
Gehalt in der Mittelschicht

Seid klimabewusster, indem ihr lokale Produkte kauft

Wenn ihr einkaufen geht, dann am besten so nah wie möglich an eurem Wohnort. Das verringert nicht nur die Umweltbelastung durch den Transport von Lebensmitteln oder Kleidung, sondern stärkt auch die lokale Wirtschaft. Das muss nicht kompliziert sein. Kauft das, was ihr könnt, bei örtlichen Landwirten oder Kunsthandwerkern. Tauscht mit euren Nachbarn oder leiht euch etwas von ihnen.

Indem ihr in eure lokale Gemeinschaft investiert, stärkt ihr deren Widerstandsfähigkeit gegen Klimakatastrophen. Sollte es zu größeren Verspätungen im Transportwesen oder zu Unterbrechungen im Stromnetz kommen, könnt ihr mithilfe derer, die euch am nächsten sind, trotzdem weiterleben.

Findet heraus, welche klimafreundlichen Veränderungen für euch sinnvoll sind

Umweltschutz ist eine Herausforderung – insbesondere für Menschen, die eine junge Familie zu versorgen haben. Denkt nicht an das große Ganze, sondern konzentriert euch auf die kleinen Dinge, mit denen ihr etwas bewirken könnt. Setzt euch das Ziel, euren Stromverbrauch zu senken oder mit dem Kompostieren anzufangen. Nehmt euch vor, zur nächsten Bürgerversammlung zu gehen und euch über euer städtisches Wassersystem zu informieren. Das sind einfache, aber wichtige Möglichkeiten, eure Zeit und Energie zu nutzen.

Informiert euch über die Unternehmen, die ihr unterstützt

Heutzutage behaupten viele Unternehmen, klimafreundlich zu sein. Aber nehmt das nicht für bare Münze. Kauft bei Unternehmen ein, die nachweislich etwas bewirken.

Um das zu tun, fordere ich euch dazu heraus, beim nächsten Online-Einkauf drei zusätzliche Klicks zu machen. Informiert euch über die nachhaltige Landwirtschaft oder die Klimaschutzpolitik eines Unternehmens. Wenn ihr damit nicht zufrieden seid, sucht euch eine andere Option.

Natürlich können selbst drei Klicks viel sein, wenn ihr es eilig habt. Zum Glück gibt es eine Abkürzung, die gut genug funktioniert: Sucht nach Unternehmen, die B-Corporations sind oder von Ecocert zertifiziert wurden.

Wir müssen nicht alles niederbrennen und unsere sozialen Werte komplett ändern, um unseren Planeten zu retten. Wir brauchen keine Verurteilung oder Scham. Aber wir müssen erkennen, dass jeder Tag wichtig ist. Indem wir unsere Energie in bestimmte Dinge investieren, können wir unser Leben klimabewusster weiterleben.

Alle großen Veränderungen sind die Summe vieler kleinerer Veränderungen, die sich im Laufe der Zeit ansammeln. Also habt keine Angst davor, dieses massive Problem mit kleinen Veränderungen zu bekämpfen.

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