Klöckner für weitere Förderung der Landwirtschaft für Klimaschutz

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BERLIN (dpa-AFX) - Als Konsequenz aus den strengeren Klimaschutzzielen fordert Bundesagrarministerin Julia Klöckner unter anderem, die Förderung umweltfreundlicher Verfahren in der Landwirtschaft auszubauen. Dabei gehe es zum Beispiel um den ökologischen Landbau und um besonders nachhaltige Verfahren zur Landbewirtschaftung, sagte die CDU-Politikerin am Mittwoch in Berlin. Nötig sei auch ein Ausbau des Programms zur energetischen Verwertung von Reststoffen wie Gülle. Außerdem müssten bereits in anderen EU-Mitgliedsstaaten zugelassene Pflanzenschutzmittel auch in Deutschland anerkannt und neue Techniken zur Pflanzenzüchtung genutzt werden.

"Wenn wir weniger Pflanzenschutzmittel einsetzen wollen, wenn wir Ernten sichern wollen, wenn wir Klimaresilienz und -stabilität haben wollen und wenn wir die Ressourcen schützen wollen, dann muss man auch wissen, was die Instrumente dazu sind, und auch offen sein", sagte die Landwirtschaftsministerin. Neue Pflanzenzüchtungstechniken könnten auch helfen, schneller Fortschritte für dürre- und schädlingsresistentere Kulturpflanzen zu erreichen und damit auch weitere Energieeinsparungen zu erzielen.

Klöckner betonte, die Landwirtschaft sei schon jetzt auf einem guten Weg beim Klimaschutz. Im Vergleich zu 1990 sei der Ausstoß von CO2-Äquivalenten um fast 24 Prozent auf jetzt 66 Millionen Tonnen gesunken. Vorgesehen sei nun eine Reduzierung bis 2030 auf 56 Millionen Tonnen. "Im Vergleich zu den anderen Sektoren ist unser Minderungspfad jetzt vergleichsweise flach. Das heißt aber nicht, dass er nicht ambitioniert ist, im Gegenteil."

Die Nahrungsmittelproduktion werde nie ohne Emissionen auskommen, betonte Klöckner. Aber: "Die Emissionen besitzen einen Gegenwert, nämlich, dass wir ausreichend zu essen haben." Die Land- und Forstwirtschaft sei zudem der einzige Wirtschaftssektor, der Kohlenstoff speichern könne und auch so zum Klimaschutz beitrage.

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