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Kion-Chef erwartet im Schlussquartal wieder schwarze Zahlen

FRANKFURT (dpa-AFX) -Der Chef des Logistik-Ausrüsters Kion DE000KGX8881 erwartet nach einem Verlust im dritten Quartal zum Jahresabschluss wieder Gewinne. "Wir sind gut unterwegs", sagte Rob Smith am Donnerstag im Interview mit der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX. "Im vierten Quartal sind wir wieder im positiven Bereich und lassen den negativen Bereich hinter uns." Er verwies dabei auf die bestätigte Jahresprognose. Im dritten Quartal rutschte Kion zwar wie erwartet in die roten Zahlen, schnitt aber nicht ganz so schlecht ab wie befürchtet. Allerdings verzeichnet der Konzern aus Frankfurt zunehmend erhebliche Mittelabflüsse. Der Finanzierungsspielraum ist laut Smith aber gesichert.

"Wir sind solide finanziert", sagte der in Deutschland eingebürgerte US-Amerikaner im Gespräch. Er führt die Geschicke bei Kion seit Anfang des Jahres und muss das Unternehmen seitdem durch schwieriges Fahrwasser führen. "Wir sind bewusst unterwegs in einem volatilen Umfeld, wir wissen, woran wir arbeiten müssen", sagte der Manager. Der MDax-Konzern DE0008467416 hängt seinem Rekordjahr 2021 wegen verschiedener Belastungsfaktoren hinterher: Vor allem hohe Kosten, mangelnde Verfügbarkeit von Teilen und die daraus resultierenden Verzögerung von Projekten machen zu schaffen.

Dies führt dazu, dass der Auftragsbestand nur langsam abgearbeitet werden kann. So stehen seit Monaten zahlreiche nahezu fertige Flurförderzeuge in den Werkshallen, denen nur noch wenige Teile fehlen. Vor allem Ende September konnte aber noch eine ganze Reihe ausgeliefert werden. Mittlerweile sei die Zahl so auf unter 8000 Stück gesunken, berichtete Smith. Zur Mitte des Jahres waren es noch 12 200. Eine weitere Stellschraube zur Verbesserung der Ergebnisse ist die Preisgestaltung. Allein in diesem Jahr habe es vier Preisanpassungen gegeben, sagte Smith.

Außerdem versucht Kion, die eigenen Ineffizienzen im Projektgeschäft weiter abzubauen. Wenn unerwartet Bauteile fehlten, schafften es die Teams nicht, im vorgesehenen Zeitplan zu bleiben, berichtete Smith. Anschließend fehlten die Teams dann auf dem nächsten Projekt oder es müsse nachgearbeitet werden. Deshalb würden Materialien nun noch frühzeitiger bestellt oder Module bereits in den eigenen Werkshallen zusammengebaut und nicht erst zur Montage auf den Baustellen.