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Keego-Deal geplatzt: Darum gab's doch kein Geld für die Wunder-Trinkflasche

Bernd Deussen (l.) und Lukas Angst zeigen die angeblich erste quetschbare Titanflasche.
Bernd Deussen (l.) und Lukas Angst zeigen die angeblich erste quetschbare Titanflasche.

Nicht weniger als die Neuerfindung der Trinkflasche versprechen Bernd Deussen (52) und Lukas Angst (39) in der TV-Show „Die Höhle der Löwen“. Die beiden Gründer des Startups Keego zeigten am Montagabend eine quetschbare Trinkflasche aus Metall. Sie macht sich die vorteilhaften Eigenschaften des Materials Titan zunutze, das auch in der Raumfahrt zum Einsatz kommt.

„Titan ist absolut beständig und dauerhaft, es ist geschmacks- und geruchslos und hat anti-bakterielle sowie schmutzabweisende Eigenschaften“, erklärte Deussen den Löwen. Um das Titan elastisch zu machen, haben die Gründer eine neue Materialkombination gefunden, wie sie sagen: Keego bestehe aus mehreren Schichten. Auf der Innenseite schütze reines Titan vor Plastik und halte das Getränk sauber. Außen sorge ein langlebiger Kunststoff für Robustheit und Leichtigkeit. Den Produktionsstart haben die Wiener 2018 mit Crowdfunding-Kampagnen finanziert, einen sechsstelligen Betrag sammelte Keego ein.

Erhältlich sind die Flaschen im Onlineshop zu Preisen ab rund 40 Euro. Doch die Gründer wollen mehr: Ihnen schweben Trinkflaschen für Kinder vor, was nicht ohne weitere Investitionen möglich ist: Deshalb fordern Deussen und Angst in der TV-Show insgesamt 380.000 Euro für zwölf Prozent der Anteile an ihrer Firma.

Löwen halbieren die Bewertung

Zwar bekunden mit Carsten Maschmeyer und Georg Kofler gleich zwei Löwen ernsthaftes Interesse an einem Einstieg in das Startup. Die Bewertung (rein rechnerisch rund 3,8 Millionen Euro) ist den beiden Investoren aber deutlich zu hoch. Zumal das Startup nach eigenen Angaben noch Verluste schreibt. Entsprechend schrauben Maschmeyer und Kofler die Bewertung deutlich herunter: Für die gewünschten 380.000 Euro wollen sie von den Gründern 25,1 Prozent ihrer Anteile. Nach kurzem Schlagabtausch einigen sich die Parteien schließlich darauf, dass die Gründer ihre gewünschte Summe erhalten, dafür jedoch 20 Prozent abgeben. Zehn für Maschmeyer. Zehn für Kofler.

Wie Gründerszene erfahren hat, ist das Geld jedoch nie geflossen. Aus Unternehmenskreisen ist zu hören, dass die beiden Keego-Gründer im Nachgang der Show noch einmal über die Höhe ihrer abzugebenden Firmenanteile verhandeln wollten. Dies soll für Carsten Maschmeyer und Georg Kofler, die bereits in der Sendung wenig Verhandlungsbereitschaft signalisiert hatten, ein Tabu gewesen sein. Gegenüber Gründerszene wollte sich keine der Parteien äußern.

Nach Gründerszene-Informationen gelang Keego aber auch ohne Investment ein Erfolg: Das Startup soll kürzlich einen Großauftrag erhalten haben. Dieser habe das Unternehmen vorerst auf eine gute finanzielle Basis gestellt.

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