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Kaufkraft der Einkommen wächst erstmals seit zwei Jahren: Löhne und Gehälter steigen endlich wieder stärker als die Preise

Die Reallöhne steigen wieder: Erstmals seit mehr als zwei Jahren sind die Löhne und Gehälter in Deutschland stärker gestiegen als die Preise. - Copyright: Picture Alliance
Die Reallöhne steigen wieder: Erstmals seit mehr als zwei Jahren sind die Löhne und Gehälter in Deutschland stärker gestiegen als die Preise. - Copyright: Picture Alliance

Die Trendwende bei den Einkommen setzt sich fort: Die Löhne und Gehälter steigen wieder stärker als die Preise. Die Kaufkraft der Einkommen nimmt zu. Im dritten Quartal 2023 waren die Reallöhne bereits um 0,6 Prozent höher aus vor einem Jahr, teilte das Statistische Bundesamt mit. Tendenz steigend. Im Sommer waren die Realeinkommen erstmals seit zwei Jahren leicht ins Plus gedreht. Nun machen sich die kräftigen Lohn- und Gehaltserhöhungen aus jüngsten Tarifrunden ebenso bemerkbar wie die sinkende Inflation. Die Reallöhne dürften weiter zulegen.

Im dritten Quartal waren die Löhne in Deutschland nominal um 6,3 Prozent höher als ein Jahr zuvor. Dies war der zweithöchste Anstieg seit Beginn der Zeitreihe 2008. Die Verbraucherpreise stiegen im dritten Quartal zum Vorjahr mit 5,7 Prozent etwas langsamer. Die Reallöhne lagen damit um 0,6 Prozent über dem Vorjahr. „Somit setzen sich die Trends bei der Lohnentwicklung fort“, teilten die Statistiker mit.

Diesen Trend macht auch die folgende Grafik deutlich:

Steigende Reallöhne: Kaufkraft der Einkommen wächst

Steigende Reallöhne bedeuten, dass die Kaufkraft der Einkommen zunimmt. Ökonomen erhoffen sich daraus auch Rückenwind für den Konsum und die angeschlagene Konjunktur in Deutschland. Zuletzt hatte sich auch die Kauflust der Deutschen in Umfragen wieder etwas aufgehellt.

Zu dem starken Lohnwachstum trugen neben den kräftigen Tariferhöhungen auch die staatlich begünstigte Inflationsausgleichsprämie bei. Arbeitgeber können sie bis zum 3000 Euro steuer- und abgabefrei zahlen. Auch die Erhöhung des Mindestlohns auf zwölf Euro pro Stunde im Oktober 2022 hatte einen positiven Effekt.

Am stärksten stiegen die Löhne dadurch in den unteren Einkommensgruppen. In dem unteren Fünftel der Vollzeitbeschäftigten mit den geringsten Verdiensten stiegen die Löhne um 10,3 Prozent. Im oberen Fünftel mit den höchsten Einkommen nahmen diese nur um 5,6 Prozent - und damit etwa so stark wie die Preise.

Die Zahlen aus dem dritten Quartal bilden die Entwicklung der Löhne und Preise von Juli bis September ab. Seither dürften die Löhne und Gehälter im Vorjahresvergleich weiter deutlich zugelegt haben. Die Preissteigerung hat sich dagegen im Oktober auf 3,8 und um November sogar nochmals überraschend deutlich auf 3,2 Prozent abgeschwächt. Die Reallöhne werden im vierten Quartal daher noch einmal deutlich stärker zulegen. Die Trendwende bei der Kaufkraft der Einkommen geht weiter.