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Kanzlerin Merkel lässt mögliche USA-Reise zu G7-Treffen offen

BERLIN/WASHINGTON (dpa-AFX) - Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hat offen gelassen, ob sie bei einer Einladung von US-Präsident Donald Trump demnächst zu einem G7-Treffen in die USA reisen würde. In welcher Form auch immer dieses Treffen stattfinde, "ob als Videokonferenz oder anders, ich werde auf jeden Fall für den Multilateralismus kämpfen. Das ist ganz klar. Sowohl bei G7 als auch bei G20", sagte Merkel (CDU) am Mittwoch auf eine Journalistenfrage in Berlin. Trump erwägt, den diesjährigen G7-Gipfel trotz der Corona-Krise nun doch als reales Treffen und nicht per Videokonferenz abzuhalten.

Auf die Nachfrage, ob sie bei einer Einladung Trumps zu einem Treffen der G7 in die USA reisen würde, entgegnete Merkel: "Ich wollte das sagen, was ich gesagt habe. Das Weitere warten wir einfach mal ab. Ich habe meine Worte mit Bedacht gewählt."

Trump hatte zuvor auf Twitter geschrieben, da sich das Land von der Corona-Krise erhole, denke er darüber nach, die Zusammenkunft am ursprünglich geplanten Termin oder an einem "ähnlichen Datum" in Camp David, dem Landsitz des US-Präsidenten, zu veranstalten. Dies wäre ein großartiges Signal der Normalisierung, erklärte er. Die anderen Länder starteten auch bereits ihr Comeback.

Die US-Regierung hatte das für Mitte Juni in den USA geplante Gipfeltreffen der sieben führenden Wirtschaftsnationen im März wegen der Coronavirus-Pandemie abgesagt und stattdessen eine Videokonferenz angesetzt. Der Gipfel hätte ursprünglichen vom 10. bis 12. Juni in Camp David stattfinden sollen. Trump ist 2020 Gastgeber des G7-Gipfels und konnte damit den Ort auswählen. Zur "Gruppe der Sieben" gehören neben den USA Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Kanada und Japan.