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IPO/'FT': Arm-Börsengang in Großbritannien nach Regierungskrise ungewiss

TOKIO/CAMBRIDGE (dpa-AFX) - Wegen der Regierungskrise in Großbritannien liegt der geplante Börsengang des Chipherstellers Arm einem Pressebericht zufolge vorerst auf Eis. Nach dem Rücktritt des Investitionsministers Gerry Grimstone sowie des Digitalministers Chris Philp seien die Gespräche zwischen der Arm-Mutter Softbank <JP3436100006> und der britischen Regierung unterbrochen worden, wie die "Financial Times" unter Berufung auf mit der Sache vertraute Personen am Montagabend berichtete. Beide Minister hätten eine zentrale Rolle beim Versuche der britischen Regierung gespielt, Softbank zu einer Notierung in Großbritannien zu bewegen.

Eine Anfrage der "Financial Times" wollten beide Unternehmen nicht kommentieren, auch die britische Regierung äußerte sich zunächst nicht. Der japanische Technologie-Investor Softbank hatte sich für einen Börsengang von Arm entschieden, nachdem der Verkauf der Tochter an den Branchenriesen Nvidia <US67066G1040> im Februar geplatzt war.

Premierminister Boris Johnson hatte sich dem Bericht zufolge persönlich beim Softbank-Gründer Masayoshi Son dafür starkgemacht, Arm zumindest teilweise im Vereinigten Königreich an die Börse zu bringen. Noch im Juni hatte Son geäußert, eine finale Entscheidung über die Erstnotiz sei noch nicht gefallen. Auch eine Notierung in Großbritannien und den USA sei denkbar. Arm sitzt im britischen Cambridge.

Softbank hatte Arm 2016 für rund 32 Milliarden Dollar übernommen. Auf Basis der Arm-Designs entwickeln unter anderem Apple <US0378331005> und Samsung <KR7005930003> die Prozessoren für ihre Smartphones. Auch der Chipkonzern Qualcomm, dessen Chips in vielen Android-Telefonen stecken, greift darauf zurück.

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