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Investmentchefin von Blackrock verrät: In diesen Bereichen gibt es unterbewertete Aktien

Helen Jewell von Blackrock verrät, wo derzeit unterbewertete Aktien zu finden sind.  - Copyright: Blackrock/ Getty Images / Angela Weiss
Helen Jewell von Blackrock verrät, wo derzeit unterbewertete Aktien zu finden sind. - Copyright: Blackrock/ Getty Images / Angela Weiss

Angetrieben von guten Konjunkturdaten und hohen Unternehmensgewinnen sind zu Beginn des Jahres einige globale Aktienmärkte auf Rekordhöhen gestiegen, so Helen Jewell im aktuellen Stock Market Monitor von Blackrock. Doch wie lange hält der Aufwärtstrend noch an? „Die Dynamik des Aktienmarktes wird sich auf weitere Marktbereiche ausweiten“, ist Jewell überzeugt. Dabei verrät die Investmentchefin, wo derzeit unterbewertete Aktien zu finden sind und gibt einen Ausblick auf das zweite Quartal 2024.

Rendite fällt möglicherweise "gedämpfter aus"

Obwohl die Expertin von Blackrock weiterhin von einer positiven Entwicklung der Aktienmärkte ausgeht, könnte die Rendite möglicherweise gedämpfter ausfallen, dafür aber einen breiteren Marktbereich abdecken. „Mögliche Zinssenkungen könnten dazu führen, dass sich der Aufschwung auf weitere Marktsegmente ausweitet, die billiger sind und in denen Qualitätsunternehmen mit attraktivem und langfristigem Gewinnwachstumspotenzial angesiedelt sind.“

Diese Regionen sind derzeit laut Jewell besonders vielversprechend

„Die europäischen Märkte haben zwar Rekordhöhen erreicht, dennoch ist die Bewertungslücke gegenüber US-Aktien nach wie vor groß“, so Jewell. Dabei nennt sie drei Gründe, warum sich diese Kluft verringern könnte:

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  1. Ein günstiges Marktumfeld: "Das makroökonomische Umfeld in Europa hat sich verbessert."

  2. Mögliche Zinssenkungen: "Die Inflation in Europa nähert sich dem Zielwert der Europäischen Zentralbank an, was Zinssenkungen im zweiten Quartal wahrscheinlicher macht. Dies dürfte den europäischen Volkswirtschaften und deren Aktien weiteren Auftrieb geben."

  3. Aktienrückkäufe sind wieder gefragt: "Zwar sind die globalen Anleger nach wie vor nicht von europäischen Aktien überzeugt. Doch zahlreiche Managementteams von Unternehmen erkennen die Attraktivität der Aktien angesichts der Preise, zu denen sie gehandelt werden. Die Rückkäufe in Europa haben einen historischen Höchststand erreicht."

Neben dem europäischen Markt sei auch in Japan eine aktive Aktienauswahl derzeit lohnenswert. „Die japanischen Aktienbewertungen liegen in der Nähe des Durchschnittsniveaus der vergangenen zehn Jahre. Doch die Gesamteigenkapitalrendite - ein Indikator für die Rentabilität und Effizienz eines Unternehmens - ist nach langjährigen Unternehmensreformen gestiegen“, so Jewell. Zudem gebe der Trend zum "Friendshoring" japanischen Unternehmen Auftrieb, da internationale Firmen ihre Investitionsausgaben in das Land lenken.

Diese Branchen sollten Anleger im Blick behalten

Zwar sind europäischen und japanischen Aktienmärkte derzeit gut aufgestellt, dennoch könnten die höheren Zinsen und Inflation weiterhin eine negative Auswirkung auf manche Bereiche haben. „Selektivität ist hier der Schlüssel. Vor allem Unternehmen, deren Erträge von starken und langfristigen Wachstumstrends angetrieben werden, sollten erfolgreich sein.“

Konkret sollten Anleger folgende Branchen im Blick behalten:

  • "In Europa könnten dies Pharmaunternehmen mit Blockbuster-Medikamenten sein, die Krankheiten im Zusammenhang mit der alternden Bevölkerung bekämpfen. Auch Industrieunternehmen, die globale Lösungen für den Übergang zu einer kohlenstoffarmen Wirtschaft anbieten, sind aktuell spannend. Ebenso Halbleiterunternehmen, die für die Herstellung immer kleinerer Chips unerlässlich sind und die bei der Elektrifizierung und für künstliche Intelligenz (KI) von zentraler Bedeutung sind."

  • "Japan ist ein Netto-Energieimporteur und verfügt daher über zahlreiche Unternehmen mit Fachwissen in den Bereichen Energieeffizienz und Elektrifizierung - darunter auch führende Halbleiter- und Batterieunternehmen. Da Japans Erwerbsbevölkerung seit Jahrzehnten schrumpft, gibt es eine Reihe von Unternehmen, die weltweit führende Lösungen für die alternde Gesellschaft anbieten, wie zum Beispiel Robotik-, Automatisierungs- und Medizintechnikunternehmen."

Wo ihr unterbewertet Aktien findet

Dabei ist die Aktienchefin überzeugt, dass vor allem kleine und mittelständische Unternehmen im Moment unterbewertet sind. „In den vergangenen 25 Jahren haben globale Small Caps - also kleine Unternehmen - den breiteren Markt um durchschnittlich 2,7 Prozent pro Jahr übertroffen. Dabei werden globale Small Caps mit einem Abschlag von etwa 26 Prozent gegenüber Large Caps - also großen Firmen - gehandelt."

Small Caps schlagen den MSCI World

Der MSCI Small Cap hat den MSCI World über die vergangenen 25 Jahre geschlagen.  - Copyright: Blackrock
Der MSCI Small Cap hat den MSCI World über die vergangenen 25 Jahre geschlagen. - Copyright: Blackrock

Dennoch gibt Jewell zu bedenken: "Nicht alle Unternehmen in diesem Anlageuniversum sind gleich. Im Erfolgsfall könnend die Gewinne hoch sein, aber auch die Verluste können schwerwiegend sein. In der Vergangenheit war die Schere zwischen Gewinn und Verlust in diesem Anlagebereich größer als bei den Large Caps." Daher sollten Anleger hier eine bewusste Aktienauswahl treffen.