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Interaktive Deutschland-Karte zeigt, wie stark das Coronavirus inzwischen unter Kindern verbreitet ist

·Lesedauer: 2 Min.
Auf der linken Karte die Inzidenz unter Kindern zwischen 5 und 14 Jahren. Rechts die Inzidenzen in der Altersgruppe 60 bis 79. Stand: 27. August 2021
Auf der linken Karte die Inzidenz unter Kindern zwischen 5 und 14 Jahren. Rechts die Inzidenzen in der Altersgruppe 60 bis 79. Stand: 27. August 2021

Die Pandemie ist augenscheinlich noch lange nicht vorbei. Seit Wochen rollt die nunmehr vierte Corona-Welle schnell anwachsend durch Deutschland. Vor allem Kinder und Jugendliche stecken sich immer häufiger an.

Eindrucksvoll zeigt das eine Deutschlandkarte privater Entwickler, die sich aus Daten des Robert-Koch-Instituts und des Statistischen Bundesamtes speist. Die Daten sind jeweils für einzelne Landkreise und Städte einsehbar und nach sechs Altersgruppen aufgeschlüsselt: 0 bis 4 Jahre, 5 bis 14 Jahre, 15 bis 34 Jahre, 35 bis 59 Jahre, 60 bis 79 Jahre und alle Menschen ab 80 Jahren.

Anhand der Karten kann man eine starke Veränderung der Pandemie-Situation erkennen. So lag die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen ("Inzidenz") zu Beginn der Pandemie im Frühjahr vorigen Jahres vor allem in der Altesgruppe 80+ sehr hoch, weshalb gerade die Älteren besonders geschützt werden mussten und auch als erste Impfungen erhalten haben. Nun ist die Inzidenz dagegen vor allem bei Kindern im Alter zwischen fünf und 15 Jahren extrem hoch.

So gibt es einige Landkreise in Nordrhein-Westfalen, wo die Inzidenz bei den Kindern in dem Alter bei mehr als 500 liegt. Generell ist vor allem NRW Bundesland inzwischen der Corona-Hotspot der Republik. "Es ist traurig aber wahr: bei den Kindern in NRW verlieren wir gerade komplett die Kontrolle. Und niemand will im Wahlkampf darüber sprechen. Es läuft eine stille Durchseuchung ab. Wir müssen die Kinder besser schützen", kritisiert SPD-Experte Karl Lauterbach.

Die Gründe für die hohe Zahl der Ansteckungen unter Kindern und Jugendlichen sind vielfältig. Zum einen sind noch nicht so viele zwischen 12 Und 17 Jahren geimpft, auch weil bei vielen Eltern noch die Unsicherheit über die Langzeitfolgen herrscht. Für die unter 12-Jährigen fehlt dagegen bislang gänzlich ein zugelassener Impfstoff. Dazu kommt, dass eben auch in vielen Schulen es noch immer nicht genug Luftfilter gibt. Auch die Ferien sind ein Faktor. So oder so: Das Robert-Koch-Institut warnt in seinem Lagebericht inzwischen eindringlich: "Die vierte Welle nimmt insbesondere durch Infektionen innerhalb der jungen erwachsenen Bevölkerung weiter an Fahrt auf und breitet sich zunehmend auch in höhere Altersgruppen aus. Auch die Zahl der hospitalisierten Fälle ist weiter angestiegen."

Doch wie gefährlich ist das Virus inzwischen für Kinder und Jugendliche? Die Studienlage ist dazu nicht sonderlich umfangreich. Bislang lässt sich aber festhalten, dass Kinder seltener an LongCovid erkranken und auch im Vergleich zu Erwachsenen mildere Symptome haben. Aber: Auch sie können Erwachsene anstecken. Und das ist jetzt im Herbst- und Winter vor allem für viele Angehörige der Altersgruppe 80+ gefährlich. Da ihre Zahl der Antikörper abnimmt, brauchen sie eine Auffrischimpfung. Damit wird bundesweit jedoch erst ab jetzt so richtig angefangen.

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