Werbung
Deutsche Märkte geschlossen
  • DAX

    17.419,33
    +48,88 (+0,28%)
     
  • Euro Stoxx 50

    4.872,57
    +17,21 (+0,35%)
     
  • Dow Jones 30

    39.119,01
    +49,90 (+0,13%)
     
  • Gold

    2.049,50
    +18,80 (+0,93%)
     
  • EUR/USD

    1,0824
    -0,0004 (-0,03%)
     
  • Bitcoin EUR

    47.253,84
    -405,22 (-0,85%)
     
  • CMC Crypto 200

    885,54
    0,00 (0,00%)
     
  • Öl (Brent)

    76,61
    -2,00 (-2,54%)
     
  • MDAX

    25.999,48
    -100,28 (-0,38%)
     
  • TecDAX

    3.394,36
    -10,65 (-0,31%)
     
  • SDAX

    13.765,66
    -59,10 (-0,43%)
     
  • Nikkei 225

    39.098,68
    +836,48 (+2,19%)
     
  • FTSE 100

    7.706,28
    +21,79 (+0,28%)
     
  • CAC 40

    7.966,68
    +55,08 (+0,70%)
     
  • Nasdaq Compositive

    16.017,71
    -23,91 (-0,15%)
     

Innovationsaktivitäten deutscher Unternehmen auf Tiefstand

Die deutsche Wirtschaft zeigt 2023 die geringste Innovationsbereitschaft seit 2008, zeigen Ergebnisse einer Befragung der DIHK. - Copyright: secret agent mike/Getty Images
Die deutsche Wirtschaft zeigt 2023 die geringste Innovationsbereitschaft seit 2008, zeigen Ergebnisse einer Befragung der DIHK. - Copyright: secret agent mike/Getty Images

Die Innovationsbereitschaft der deutschen Wirtschaft ist 2023 nach Angaben der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK) auf den niedrigsten Stand seit der ersten Erhebung 2008 gesunken. Von mehr als 2200 befragten Unternehmen will nur noch jedes dritte seine Innovationsaktivitäten ausweiten, wie nach einem Bericht der „Wirtschaftswoche“ aus dem DIHK-Innovationsreport hervorgeht. Bei der Befragung vor drei Jahren habe dies noch fast jedes zweite Unternehmen geplant. Jedes sechste Unternehmen wolle Innovationsaktivitäten in den kommenden zwölf Monaten verringern.

DIHK-Hauptgeschäftsführer Martin Wansleben sprach von einem deutlichen Warnzeichen für den Wirtschaftsstandort. „Deutschland braucht dringender denn je neue Ideen und Produkte, um wirtschaftlich wieder auf die Beine zu kommen“. Laut DIHK-Umfrage ist der Fachkräftemangel mittlerweile zum Innovationshemmnis Nummer eins geworden. Fast drei Viertel der Unternehmen sehen sich danach durch ihre begrenzten personellen Kapazitäten ausgebremst.

Mehr Unternehmen planen, ins Ausland zu gehen

An zweiter Stelle stehen den Angaben zufolge die hohen bürokratischen Anforderungen. Mehr als zwei Drittel der Betriebe beklagten, dass die Bürokratie sie in ihren Innovationen einschränke. Dazu zählten komplexe Zulassungs- und Genehmigungsverfahren ebenso wie kleinteilige Dokumentationspflichten.

Als Warnzeichen gelte zudem das steigende Interesse der Unternehmen, im Ausland Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten (F&E) aufzubauen. Bei der Umfrage vor drei Jahren habe nur ein Viertel der Unternehmen F&E-Kapazitäten im Ausland aufbauen wollen. Inzwischen liege der Anteil bei einem Drittel.

Wansleben fordert von der Politik ein innovationsfreundliches Umfeld, „das den Unternehmen Freiräume lässt, neue Exportschlager zu entwickeln“. Dazu gehörten technologieoffene Förderprogramme, die schnell und bürokratiearm Unternehmen erreichen, niederschwellige Möglichkeiten, mit der Wissenschaft zu kooperieren und Reallabore, um Innovationen zu erproben.