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Inflation verharrt im Februar ungebremst bei 8,7 Prozent – Nahrungsmittel lösen Energie als größte Preistreiber ab

Die Inflation in Deutschland bleibt auch im Februar hartnäckig hoch.  - Copyright: Picture Alliance
Die Inflation in Deutschland bleibt auch im Februar hartnäckig hoch. - Copyright: Picture Alliance

Die Inflation in Deutschland bleibt hartnäckig auf extrem hohem Niveau. Die Preise steigen ungebremst. Im Februar betrug die Inflationsrate unverändert 8,7 Prozent, teilte das Statistische Bundesamt in einer ersten Schätzung mit. Als größter Preistreiber haben Nahrungsmittel mittlerweile die Energie abgelöst.

Energie war im Februar um 19,1 Prozent teurer als vor einem Jahr. Der Einfluss der Energiepreise auf die Inflationsrate wird in den nächsten Monaten aber deutlich abnehmen. Der Preissprung für Energie nach Russlands Überfall auf die Ukraine ist dann länger als ein Jahr her und schlägt sich daher nicht mehr in der Jahresrate nieder. Allein durch diesen Basiseffekt dürfte die Inflation in Deutschland abnehmen. Hinzu kommt die staatlichen Strom- und Gaspreisbremsen. Mit dieser Subvention übernimmt der Staat Teile der Energiekosten der Haushalte. Auch dies wird die Inflationsrate zunächst senken.

Allerdings frisst sich die Inflation in Deutschland zunehmend über die Preise für Energie und Lebensmittel hinaus in der gesamten Wirtschaft fest. Die Kernrate der Inflation für alle anderen Waren und Dienstleistungen war im Januar bereits von 5,2 auf 5,6 Prozent gestiegen. Dies ist der bisher höchste Wert in der laufenden Inflationswelle. Zahlen für die Kernrate im Februar legt das Statistische Bundesamt erst mit den endgültigen Daten im Laufe des März vor.

Die Preise für Nahrung waren im Januar um 21,8 Prozent höher als im Vorjahr. Neben den Preisen für Waren erfasst die Teuerung nun auch viele Dienstleistungen stärker, deren Preise bisher relativ stabil waren. Sie verteuerten sich im Februar im Jahresvergleich um 4,7 Prozent. Auch dies ist der bisher höchste Wert in dieser Inflationswelle.

Dienstleistungen dürften sich durch die absehbar hohen Tarifabschlüsse im Öffentlichen Dienst, bei der Bahn oder Post noch deutlich verteuern. Aktuell stehen Tarifrunden für etwa ein Viertel aller Beschäftigten in Deutschland an. Die Gewerkschaften fordern meist deutlich zweistellige Lohn- und Gehaltserhöhungen.

Die Konjunktur in Deutschland wackelt wieder. Die Rezession könnte hartnäckiger sein als gedacht.
Die Konjunktur in Deutschland wackelt wieder. Die Rezession könnte hartnäckiger sein als gedacht.

Inflationsrate nach Euro-Berechnung 9,3 Prozent

In der leicht abweichenden Berechnung auf europäischer Ebene betrug die Inflationsrate in Deutschland im Februar 9,3 Prozent nach 9,2 Prozent im Januar. Der Harmonisierte Verbraucherpreisindex (HVPI) macht die Inflation in den Ländern Europas vergleichbar.

Dieser HVPI ist auch maßgeblich für die Zinsentscheidungen der Europäischen Zentralbank. Die EZB berät das nächste Mal am 16. März über die Leitzinsen. Sie hat bereits angekündigt, sie ein weiteres Mal um 0,50 Prozentpunkte anzuheben.

Die Bundesregierung rechnet im Schnitt des laufenden Jahres mit einer Teuerungsrate von 6,0 Prozent in Europas größter Volkswirtschaft. Dies ist historisch immer noch eine sehr hohe Inflationsraten. Im vergangenen Jahr hatte die Inflationsrate mit durchschnittlich 6,9 Prozent einen der höchsten Werte seit Gründung der Bundesrepublik erreicht.