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Nach Immobiliendelle: Finanzdienstleister MLP will Betriebsergebnis steigern

WIESLOCH (dpa-AFX) -Der Finanzdienstleister MLP DE0006569908 will das Betriebsergebnis im neuen Jahr wieder steigern. 2023 hatte der schwache Immobilienmarkt deutlich belastet. Für das laufende Jahr werde ein Gewinn vor Zinsen und Steuern von 75 bis 85 Millionen Euro angepeilt, teilte das Unternehmen weniger als zwei Wochen vor seinem Aufstieg in den Nebenwerteindex SDax DE0009653386 mit. Für 2025 würden weiterhin 100 bis 110 Millionen Euro angepeilt. Rückenwind sollen Zuwächse beim betreuten Vermögen und des Bestands in der Sachversicherung liefern. Die mittleren Analystenschätzungen liegen für 2024 über der Unternehmensprognose, für 2025 darunter.

2023 sank der Betriebsgewinn indes - wie bereits bekannt - auch wegen einer Wertberichtigung im Immobilienbereich um 6 Prozent auf 70,7 Millionen Euro. Der wegen hoher Zinsen schwache Immobilienmarkt hinterließ dabei Spuren im Entwicklungs- sowie im Vermittlungsgeschäft. Die anderen operativen Segmente hätten sich indes solide entwickelt, hieß es. So vertreibt das Unternehmen Finanzprodukte wie Versicherungen und Vermögensanlagen und ist auch in der Vermögensverwaltung aktiv.

Die Gesamterlöse stiegen 2023 um 3 Prozent auf 973,5 Millionen Euro. Dabei glichen ein starkes Zinsgeschäft sowie das Wachstum in der Sachversicherung und Krankenversicherung Rückgänge im Immobilien- und Finanzierungsgeschäft aus.

Das Konzernergebnis sank um 9 Prozent auf 44,1 Millionen Euro. Die Dividende soll mit 0,30 Euro je Anteilsschein dennoch stabil gehalten werden.

MLP wird ab Montag, den 18. März, wieder im SDax notiert sein - nach rund vier Jahren Abwesenheit. Anfang der 2000er-Jahre waren die Aktien des Finanzvertrieblers sogar im deutschen Leitindex Dax notiert. Vom Rekordhoch von 190 Euro im Jahr 2000 aus folgten dann aber Kurabsturz und Dax-Aus. Aktuell kosten die Papiere um die 5,40 Euro.