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IKEA macht pflanzliche Lebensmittel erschwinglicher

Gemüsebällchen, Veggie-Hotdogs oder pflanzliches Softeis – wer bei IKEA ab Oktober zu pflanzlichen Lebensmitteln greift, ist günstiger dran als mit Produkten tierischen Ursprungs.

IKEA will pflanzliche Lebensmittel zu günstigen Preisen bieten. (Bild: Getty Images)
IKEA will pflanzliche Lebensmittel zu günstigen Preisen bieten. (Bild: Getty Images)

Veggie-Produkte sind oft teurer, als Wurst und Fleisch tierischen Ursprungs. Laut einer Analyse der Umweltorganisation WWF müssen Verbraucher für Tofuwurst und Sojaburger oftmals doppelt so viel zahlen, als für Steaks und Grillwurst vom Schwein.

Somit ist der Verzicht auf tierische Produkte nicht nur eine reine Entscheidungssache, sondern immer auch eine Frage des Geldbeutels. Das kann so nicht bleiben, meint IKEA und unternimmt ab Oktober einen Schritt, um pflanzliche Lebensmittel für viele Menschen erschwinglicher, und somit auch attraktiver zu machen.

Günstige Alternativen zu Fleisch und tierischen Produkten

Die Ingka Gruppe, die Eigentümerin der meisten IKEA-Filialen, hat sich auf die Fahnen geschrieben, weltweit ihre beliebtesten pflanzlichen Lebensmittel preisgleich oder günstiger anzubieten, als das entsprechende Produkt aus tierischem Eiweiß.

IKEA Deutschland geht sogar noch einen Schritt weiter: Wer dort ab 1. Oktober Köttbullar aus Fleisch bestellt, muss dafür mehr bezahlen als für die Alternative aus Pflanzen. Alle Speisen auf pflanzlicher Basis sollen ab dann günstiger sein als die auf Basis von tierischem Eiweiß. Das gilt nicht nur fürs Restaurant, sondern für alle pflanzlichen Alternativen aus dem IKEA Lebensmittelangebot, verkündet das schwedische Möbelhaus.

Nachhaltige Produkte sollten erschwinglich sein

Damit wolle man den Stein ins Rollen bringen und mehr Menschen dazu anregen, eine gesündere und nachhaltigere Wahl zu treffen. "Indem wir den vielen Menschen nachhaltigere Optionen anbieten, hoffen wir, ihnen mehr Möglichkeiten zu geben und sie zu inspirieren, sodass sie den Schritt wagen und zum Beispiel den vegetarischen Hotdog probieren, anstatt zum gewohnten, fleischhaltigen Original zu greifen. Wir bei IKEA sind der Meinung, dass nachhaltige Produkte für möglichst viele Menschen erschwinglich sein sollten und nicht nur ein Luxus für wenige sein dürfen", sagt Jesper Brodin, CEO der Ingka Gruppe.

Die neue Preisgestaltung solle zur Lösung der Klimakrise beitragen und zeigen, dass nachhaltiges Leben keine Frage des Budgets ist. "Rund ein Viertel der weltweiten Treibhausgasemissionen sind dem Lebensmittelsystem geschuldet. Mit unserer Größe und Reichweite möchten wir positiven Einfluss nehmen und dazu beitragen, an dieser Stellschraube zu drehen, indem wir ein nachhaltigeres Angebot erschwinglich und zugänglich machen", sagt Katarzyna Dulko-Gaszyna, Country Sustainability Managerin bei IKEA Deutschland.

Die Ingka Gruppegilt als einer der weltweit größten Lebensmittelanbieter. Laut IKEA werden in den Einrichtungshäusern weltweit jährlich rund 600 Millionen Gerichte serviert.

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