Deutsche Märkte geschlossen
  • DAX

    15.459,75
    +204,42 (+1,34%)
     
  • Euro Stoxx 50

    4.032,99
    +39,56 (+0,99%)
     
  • Dow Jones 30

    34.139,63
    +103,64 (+0,30%)
     
  • Gold

    1.778,10
    +11,30 (+0,64%)
     
  • EUR/USD

    1,1980
    +0,0004 (+0,04%)
     
  • BTC-EUR

    51.471,69
    -1.287,44 (-2,44%)
     
  • CMC Crypto 200

    1.383,34
    -8,36 (-0,60%)
     
  • Öl (Brent)

    63,19
    -0,27 (-0,43%)
     
  • MDAX

    33.263,21
    +255,94 (+0,78%)
     
  • TecDAX

    3.525,62
    +8,38 (+0,24%)
     
  • SDAX

    16.105,82
    +145,14 (+0,91%)
     
  • Nikkei 225

    29.683,37
    +40,68 (+0,14%)
     
  • FTSE 100

    7.019,53
    +36,03 (+0,52%)
     
  • CAC 40

    6.287,07
    +52,93 (+0,85%)
     
  • Nasdaq Compositive

    14.043,08
    +4,31 (+0,03%)
     

LeBron kontert Zlatan "von einem gebildeten Standpunkt aus"

Raphael Weber
·Lesedauer: 3 Min.
LeBron kontert Zlatan "von einem gebildeten Standpunkt aus"
LeBron kontert Zlatan "von einem gebildeten Standpunkt aus"

Nach der Kritik von Fußball-Superstar Zlatan Ibrahimovic an seinen politischen Aussagen hat nun NBA-Superstar LeBron James reagiert.

"Ich werde niemals einfach den Mund halten bei Dingen, die falsch sind. Ich spreche über und für meine Leute und ich spreche über Gleichberechtigung, soziale Ungerechtigkeit, Rassismus, systematische Wählerunterdrückung, Dinge, die meine Gemeinde betreffen", sagte James nach dem Sieg seiner Los Angeles Lakers gegen die Portland Trail Blazers.

Der Schwede hatte die politischen Äußerungen von "King James" zuvor kritisiert. "Er ist phänomenal in dem, was er tut", lobte "Ibra" zunächst in einem Interview mit Discovery+ in Schweden, "aber ich mag es nicht, wenn Leute einen gewissen Status haben und dann Politik machen wollen."

DAZN gratis testen und die NBA live & auf Abruf erleben | ANZEIGE

Er selbst spiele Fußball, "weil ich am besten bin, wenn ich Fußball spiele", erklärte der Stürmer des AC Mailand. "Das ist der erste Fehler, den Leute machen, wenn sie berühmt werden und einen bestimmen Status haben. Halt dich raus. Mach einfach, worin du am besten bist, denn sonst sieht es nicht gut aus."

LeBron James verwundert über Ibrahimovic-Kritik

Die Worte des Schweden sind nicht ganz unproblematisch, erinnern sie doch an den berüchtigten Ausspruch "Shut up and dribble" (grob: Halt die Klappe und spiel') den in den USA Trump-Unterstützer wie FOX-Journalistin Laura Ingraham immer wieder wählen, wenn sie James und anderen NBA-Stars den Mund verbieten wollen. (SERVICE: Der Spielplan der NBA-Saison 2020/21)

James nahm in seiner Antwort auch darauf Bezug: "Er kann einfach Renee Montgomery (ehemalige WNBA-Spielerin, die mit Hilfe von James die Atlanta Dream als Teil einer Gruppe kaufen konnte, Anm. d. Red.) fragen, ob ich besser einfach die Klappe gehalten und gedribbelt hätte. Zu sehen, dass diese schwarze Frau nun Teil einer Gruppe ist, die die Atlanta Dream besitzt ..."

Den viermaligen MVP verwundert die Kritik von Ibrahimovic sehr: "Es ist lustig, dass er das jetzt sagt, weil er, soweit ich weiß, in 2018 derjenige war, der sich über die gleichen Themen in Schweden geäußert hat. Weil sein Nachname nicht den dortigen Nachnamen entspricht. Er hatte damals das Gefühl, dass er auf dem Feld von Rassismus begleitet wurde. Das hat er doch gesagt, oder? Ja, ich glaube das hat er."

LeBron James: "Mache meine Hausaufgaben"

Der 36-jährige James hat in den letzten Jahren regelmäßig seine Stimme erhoben und Haltung bewiesen. Daher lautet seine Botschaft an Ibrahimovic: "Ich spreche von einem gebildeten Standpunkt aus. Ich bin da der falsche Typ, um angegriffen zu werden, denn ich mache meine Hausaufgaben."

Ob im Zuge der Black-Lives-Matter-Bewegung, anderer Fragen von Rassendiskriminierung und sozialer Ungerechtigkeit oder Kritik an Ex-US-Präsident Donald Trump: Der Leader der Los Angeles Lakers nutzt seine Macht als berühmter Sportler, um auf Missstände hinzuweisen. (SERVICE: Die Tabellen der NBA)

Zumeist wird er dafür auch gelobt und gefeiert. Dass nun Ibrahimovic, der den schwedischen Medien in der Vergangenheit schon Undercover-Rassismus vorgeworfen hat, Kritik an ihm übt, kommt überraschend.