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Hype-Pizza Milano Vice bekommt mehr als acht Millionen Euro in Series-A-Runde

Milano Vice-Gründer Rudolf Donauer und Dennis Murselovic - Copyright: Milano Vice
Milano Vice-Gründer Rudolf Donauer und Dennis Murselovic - Copyright: Milano Vice

Im Sommer 2022 wurden ihre Pizzen mit den knallgelben Kartons zu einem großen Hype in der Berliner Gastronomieszene. Nun wollen die Gründer von Milano Vice ihr Food-Geschäft erheblich ausbauen. Das Pizza-Startup hat dafür in einer Serie-A-Finanzierungsrunde neun Millionen US-Dollar (umgerechnet etwa 8,3 Millionen Euro) eingesammelt, wie das Unternehmen Gründerszene exklusiv mitteilt.

In der Gastroszene ist Milano Vice für seine lebendige Markenidentität bekannt – erkennbar an den Pizzakartons mit pinkem Logo und Rätseln auf der Rückseite. Dabei hat die Firma eine starke Online-Präsenz sowie Markenbekanntheit aufgebaut. Und das scheint einige wichtige Investoren zu überzeugen: Die neueste Runde wird angeführt von der New Yorker VC-Firma Coefficient Capital, mit Beteiligung von Speedinvest. Auch die Unternehmensgruppe Geschwister Oetker ist beteiligt.

Neuer Ansatz für „Ghost-Restaurants“

Die Idee hinter Milano Vice entstand aus dem Konzept eines „virtuellen-Restaurants“. Gegründet wurde das Startup von den ehemaligen Delivery Hero-Mitarbeitern Rudolf Donauer und Dennis Murselovic.

Anders als in herkömmlichen „Ghost-Restaurants“ – wo Anbieter ihre Standorte kaufen oder anmieten müssen – lagert Milano Vice die Arbeit an etablierte Standorten aus. „Das Modell mit Ghost Restaurants ist asset heavy und für Investoren nicht mehr so attraktiv“, sagt Donauer. Es benötigt also Küchen, mehr Personal, eventuell einen Fuhrpark“, sagte Donauer im Gespräch mit Gründerszene im vergangenen Jahr. Inspiriert wurde die Firma von Geschäftsmodellen aus den USA, wo Anbieter lediglich die Technologie stellen und kaum Flächen anmieten müssen.

Ihr Ansatz soll das traditionelle Pizzageschäft verändern, indem lokale Bäckereien und Imbisse die Zubereitung übernehmen. Die Partner erhalten die Zutaten und ein Tablet zur Auftragsannahme. Dabei bieten sie die Pizzen über Lieferdienste wie Wolt und Uber Eats an.

Die Erfahrung der Gründer im Food-Tech-Bereich habe ihnen ermöglicht, ein „asset-light“ Geschäftsmodell zu entwickeln. Seit dem Start im Januar 2022 hat das Unternehmen in verschiedenen deutschen Städten über eine Million Pizzen verkauft und kooperiert aktuell mit über 60 Partnern, wie das Unternehmen angibt. Milano Vice bietet seine Marke als Franchise an und lässt seine Partner bis zu 30 Prozent des Bestellpreises einbehalten.

Doch nicht nur als Franchise werden die Pizzen von Milano Vice angeboten. Im Oktober 2023 eröffnete das Unternehmen zudem seinen ersten Pop-up-Standort in Berlin, wo Kunden ganze Pizzen sowie einzelne Pizzastücke bestellen können. Mit dem neuen Kapital plant Milano Vice, seine Marke durch eine Multichannel-Strategie weiter auszubauen und seine physische Präsenz durch kleinformatige Standorte zu erweitern.