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Hoffnungsträger mRNA-Impfstoffe: Moderna und Biontech schützen wohl jahrelang vor Covid-19

·Lesedauer: 3 Min.

Auf diese Nachricht wartet die Expertengemeinde seit Monaten mit großer Spannung. Während Deutschland über Fußball, Urlaub und die sogenannte dritte Impfung diskutiert, brachte eine wichtige Studie nun Licht ins Dunkel: Der Schutz durch eine Immunisierung mit den Vakzinen Biontech und Moderna hält wahrscheinlich jahrelang an.

Die Forscher kommen zu dem Schluss, dass das Immunsystem dieser Geimpften keine Booster-Impfung benötigt, solange das Virus und seine Varianten nicht stark von ihrer jetzigen Form abweichen, was noch nicht sicher ist.

Die "New York Times" schreibt, dass Menschen, die Covid-19 überstanden haben, womöglich überhaupt keine zusätzliche Impfung benötigen, auch wenn das Virus sich stark verändert. „Es ist ein gutes Zeichen dafür, wie dauerhaft die Immunität mit diesen Vakzinen ist“, sagte der Immunologe Ali Ellebedy von der Washington Universität in St. Louis, der die Studie geleitet hat.

Immunzellen, die das Virus erkennen, ruhen mindestens acht Monate im Knochenmark

Die Studie, die ein Wissenschaftlerteam im Fachblatt "Nature" veröffentlicht hat, gibt den ersten Hinweis auf die alles entscheidende Frage: Wie lange sind wir nach der zweiten Impfung geschützt? Brauchen die ersten über 80-Jährigen, die im Januar ihre erste Impfung erhalten haben, schon im Herbst eine dritte Dosis? Wenn ja, wo sollen all die Dosen mRNA-Impfstoff herkommen? Besonders junge Erwachsene und Jugendlichen sind ja noch nicht annähernd durchgeimpft.

Auch wenn die Untersuchung sich nicht mit dem Impfstoff von Johnson & Johnson befasst hat, geht Studienleiter Ellebedy davon aus, dass die Immunreaktion weniger dauerhaft sein wird als bei einem mRNA-Vakzin. Ellebedy und seine Kollegen haben im vergangenen Monat berichtet, dass Immunzellen, die das Virus erkennen, mindestens acht Monate nach einer Infektion im Knochenmark ruhen. Von dort werden sie mobilisiert, sobald der Körper durch das Coronavirus angegriffen wird.

Eine andere Studie besagt, dass die B-Gedächtniszellen noch ein Jahr nach einer Covid-19-Erkrankung weiter heranreifen und stärker werden. Beide Ergebnisse sind äußerst positiv, denn sie bedeuten, dass Genesene und mit mRNA-Impfstoff immunisierte Menschen erst einmal keine dritte Impfung brauchen, wenn das Coronavirus sich nicht grundsätzlich verändern sollte. Forscher gehen sogar davon aus, dass die Immunität jahrelang anhalten wird.

Nicht nur das Virus verändert sich mit der Zeit – auch die Abwehrzellen im Körper

Der Immunologe Ellebedy und sein Team suchten an der Quelle der Gedächtniszellen, den Lymphknoten, nach Antworten auf die Fragen, wie gut das Gedächtnis des Immunsystems wirklich ist. Nach einer Infektion oder Impfung bildet sich ein spezialisiertes Zellsystem in den Lymphknoten, das sogenannte Keimzentrum. Hier werden die Gedächtniszellen trainiert. Je länger das Training dauert, desto besser können die Zellen Viren und deren Varianten erkennen. Dies bedeutet, dass nicht nur das Virus sich mit der Zeit verändert, sondern auch die Abwehrzellen in unserem Körper.

Ellebedy und seine Kollegen untersuchten die Lymphknoten von 41 Probanden. Einige hatten eine Corona-Infektion durchgemacht, anderen waren zweifach mit mRNA Impfstoffen von Biontech oder Moderna geimpft worden. Die Wissenschaftler entnahmen Proben aus den Lymphknoten, nach drei, vier, fünf, sieben und nach 15 Wochen. Das Ergebnis: Noch nach fünf Wochen war das Keimzentrum hochaktiv. Normalerweise flacht die Aktivität zwei Wochen nach einer Impfung ab. Aus diesem Grund sind die Forscher optimistisch, dass die Immunreaktion lange andauern wird.

Ältere Menschen, Personen mit einem schwachen Immunsystem und Patienten, die immunsupprimierende Medikamenten nehmen (zum Beispiel bei Rheuma oder nach einer Transplantation), könnten dagegen eine Booster-Impfung benötigen. Entscheidend ist, wie sich das Virus weiterentwickelt. Booster-Impfungen würden dann dazu dienen, die Virusvarianten abzudecken. Alle mRNA-Impfstofffirmen arbeiten bereits an einer zweiten Generation von Impfstoffen, die gegen neue Varianten wirken würden.

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