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Fällt Brady einem riskanten Masterplan zum Opfer?

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Fällt Brady einem riskanten Masterplan zum Opfer?
Fällt Brady einem riskanten Masterplan zum Opfer?

Den Super Bowl im eigenen Stadion gewinnen: Jahrzehnte lang eine schöne Vision, die nie Wirklichkeit wurde - bis die Tampa Bay Buccaneers mit Tom Brady vor einem Jahr das historische Kunststück vollbrachten. (NEWS: Alle aktuellen Infos zur NFL)

Wiederholt sich in den NFL-Playoffs 2022 nun die Geschichte? Den Los Angeles Rams wäre es Recht, Superstar Brady diesmal eher nicht.

Er empfängt heute ab 21 Uhr deutscher Zeit mit den Bucs die Rams - und die Gefahr, dass es ihm ergeht wie Altmeister-Kollege Aaron Rodgers mit den Green Bay Packers am Tag zuvor, ist nicht gering.

Die Rams arbeiten nämlich mit Nachdruck an einem riskanten Masterplan, dem Brady und Co. nun zum Opfer fallen sollen.

NFL: Rams wollen an Brady vorbei in den Super Bowl

Am 13. Februar steigt das NFL-Endspiel im SoFi Stadium in Los Angeles, Heim-Arena der Chargers und der Rams.

Während die Chargers die Playoffs verpasst haben, sind die Rams noch aussichtsreich im Rennen, weil sie nominell besser besetzt ist als jedes andere Team der Liga - das Resultat einer Kaderplanung mit dem Prinzip „All-In“.

„Jetzt - oder sehr lange nicht mehr“, lautete kürzlich eine Überschrift der Zeitung Los Angeles Times, die die Situation gut einfing: Gewinnen die Rams in dieser Saison nicht den Titel, dürfte es auf Jahre hinaus nichts werden. Die Rams setzen nicht auf die langfristige Entwicklung ihrer Mannschaft, sie greifen bewusst kurzfristig an.

Für Quarterback Matthew Stafford wurden die Erstrundenpicks der kommenden beiden Drafts hergegeben, für Linebacker Von Miller etliche Zweit- und Drittrundenpicks. Bei der Talenteziehung wird das Team von Head Coach Sean McVay in den kommenden Jahren also wenig zu sagen haben.

Bei den Rams ist Star-Power angesagt. Dies zeigte sich erst vor wenigen Wochen, als der bei den Browns entlassene Receiver Odell Beckham Jr. verpflichtet wurde - ein voller Erfolg, blüht OBJ doch wieder auf wie zu besten Giants-Zeiten.

Titeldruck bei den Rams

In der Divisional Round wartet auf die Truppe nun niemand Geringeres als der Titelverteidiger - dem die Rams mit Rückenwind gegenübertreten. (DATEN: Alle Tabellen der NFL)

Am vergangenen Wild-Card-Wochenende wurden die Arizona Cardinals nicht nur dominiert, Stafford und Co. ließen den Cards um Spielmacher Kyler Murray beim 34:11-Sieg nicht den Hauch einer Chance.

Dass es gegen die Bucs mit einem Sieg etwas werden kann, haben die Rams zu Saisonbeginn bereits bewiesen. In Woche 3 trafen beide Teams schon einmal aufeinander, L.A. siegte mit 34:24. Freilich sind seitdem mehrere Monate vergangen, die Situation in Tampa hat sich aber nicht verbessert. Ganz im Gegenteil.

Viele Ausfälle bei den Bucs

Die Franchise muss unzählige personelle Ausfälle verkraften. Passempfänger Chris Godwin ist verletzt, Kollege Antonio Brown nach einer erneuten Eskalation nicht mehr Teil des Kaders. Auch bei den Offensive Linemen drohen mit Tristan Wirfs und Ryan Jensen Ausfälle, zumindest aber angeschlagene Spieler. Keine guten Nachrichten für TB12 und seine Ambitionen auf Titel Nummer 8.

Sein Gegenüber Matthew Stafford kann dagegen auf seine Topstars zurückgreifen. Gemeint sind damit nicht nur die Offensiv-Waffen um OBJ und Rekord-Receiver Cooper Kupp. (DATEN: Ergebnisse und Spielplan der NFL)

Rams-Defense gegen Brady gefordert

Auch der D-Line um Miller und Tackle-Monster Aaron Donald kommt eine besondere Aufgabe zu. So soll sie nicht nur die Last, das Spiel allein mit der Offense entscheiden zu müssen, von den Schultern ihres Signal Callers nehmen. Gelingt es, den so erfahrenen und besonnenen Brady frühzeitig mit Druck und Sacks zu entnerven, stehen die Siegchancen hervorragend.

Dass dem Duell zwischen Brady und der Rams-Defensive eine besondere Bedeutung zukommen wird, dessen ist sich auch Linebacker Von Miller bewusst.

„Es wird hart. Wir werden alle elf Jungs brauchen. Tom sieht das ganze Feld. Wir alle kennen Tom in den Playoffs. Er ist unglaublich. Wir müssen unser bestes Spiel spielen, um eine Chance zu haben. Aber wenn wir das tun, dann haben wir eine gute Chance.“

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