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Erster Herbststurm des Jahres flaut langsam ab

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Der erste Herbststurm dieser Saison dürfte auch an diesem Freitag noch in vielen Regionen Deutschlands zu spüren sein.

Noch ist der Sturm nicht überall vorbei. (Symbolbild: dpa)
Noch ist der Sturm nicht überall vorbei. (Symbolbild: dpa)

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) meldete, tagsüber seien im Norden und in der Mitte erneut stürmische Böen oder auch Sturmböen zu erwarten - dazu einzelne Gewitter. Auf den Schienen kommt es nach Angaben der Deutschen Bahn weiterhin vereinzelt zu Verspätungen und Zugausfällen. Der Bahnverkehr sei am Morgen aber gut angelaufen, sagte ein Sprecher am Freitag. Im Nahverkehr sind besonders Verbindungen in Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg und Saarland von Einschränkungen betroffen.

Auf dem Brocken Windgeschwindigkeiten um 150km/h

Am Donnerstag hatte das Sturmfeld dem DWD zufolge das gesamte Bundesgebiet umfasst. Starker Wind und orkanartige Böen ließen Bäume umstürzen, sie kippten auf Schienen und Straßen, wo es entsprechend zu Verkehrsbehinderungen kam. Polizei und Feuerwehren rückten zu Hunderten Einsätzen aus. In mehreren Bundesländern wurden Menschen verletzt - etwa als Bäume oder Äste auf Autos stürzten.

Besonders heftig wütete der Herbststurm im Harz. Nach DWD-Messungen wurden auf dem Brocken Windgeschwindigkeiten um die 150 Kilometer pro Stunde erreicht. In vielen Städten wurden Zoos und andere Einrichtungen geschlossen, teils wegen der alten und hohen Baumbestände. Auch Parks und Gärten wurden mancherorts sicherheitshalber gesperrt, in Köln ein Teil des Dom-Vorplatzes. Die Bahn schaltete für Fahrgäste eine kostenlose Sonderhotline unter der Nummer 08000/996633.

Deutlich erhöhte Wasserstände an nordfriesischer Küste

Der Hamburger Fischmarkt stand unter Wasser. (Bild: dpa)
Der Hamburger Fischmarkt stand unter Wasser. (Bild: dpa)

In Hamburg setzte eine Sturmflut am Donnerstag den Fischmarkt im Stadtteil St. Pauli unter Wasser. Der Scheitel sei am frühen Abend mit 1,72 Metern über dem mittleren Hochwasser erreicht worden, sagte eine Sprecherin des Bundesamtes für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH). Zahlreiche Schaulustige wollten das sehen.

Das BSH warnte, weitere Sturmfluten am Freitag seien nicht ausgeschlossen. Am Morgen wurden an der nordfriesischen Küste deutlich erhöhte Wasserstände gemessen. Die höchsten Werte wurden laut BSH am Eidersperrwerk und in Husum erreicht. Die Sturmflutmarke von 1,5 Metern über dem mittleren Hochwasser sei jedoch nicht überschritten worden.

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